“The most common language in Alpbach is bad English.”
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🇪🇺 Alpbach – ein Ort, an dem Europa miteinander spricht. Und an dem auch die Stimme der Patient:innen gehört werden muss.
Ich durfte in den vergangenen Tagen beim European Forum Alpbach 2026 dabei sein – einem besonderen Ort des europäischen Dialogs, an dem Menschen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Kultur sowie junge Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus zusammenkommen.
Unter dem diesjährigen Motto „How Europe Wins“ ging es um Europas Handlungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität – und darum, aus Diskussionen auch konkretes Handeln entstehen zu lassen.
Besonders beeindruckend war für mich die hochrangige politische Präsenz – darunter Bundespräsident Alexander Van der Bellen sowie weitere europäische Staatsoberhäupter. Gerade in einer Zeit großer geopolitischer Herausforderungen zeigt sich, wie wichtig solche Orte des persönlichen Austauschs sind. Europa braucht Dialog – über Ländergrenzen, politische Positionen und unterschiedliche Interessen hinweg.
Ein Satz eines Journalisten ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben:
“The most common language in Alpbach is bad English.”
Was zunächst humorvoll klingt, war für mich vor allem eine Einladung: Redet mit. Diskutiert. Bringt euch ein. Auch wenn euer Englisch nicht perfekt ist.
Genau davon lebt Europa.
🏥 Für mich standen natürlich besonders die gesundheitspolitischen Diskussionen am 2. September im Mittelpunkt.
Drei Formate waren für mich besonders relevant:
🔹 Europe’s Hidden Strategic Asset: Affordable Medicines 20 Jahre Biosimilars in Europa, Versorgungssicherheit, leistbare Arzneimittel und die Frage, wie Europa seine Arzneimittelversorgung resilienter gestalten kann.
🔹 Europe’s Role in the Future of Pharmaceutical Innovation Wie kann Europa auch künftig Zugang zu pharmazeutischer Innovation gewährleisten? Dabei wurde auch der zunehmende Druck aus den USA und die Diskussion rund um Most-Favoured-Nation-Preismodelle thematisiert. Die amerikanische Forderung nach einer stärkeren finanziellen Beteiligung Europas an pharmazeutischer Innovation kann erhebliche Auswirkungen auf Preisgestaltung, Zugang und die europäischen Gesundheitssysteme haben.
Für mich ist dabei entscheidend: Innovation hat nur dann einen Wert, wenn sie bei den richtigen Patient:innen ankommt.
🔹 Besonders wertvoll war für mich außerdem die Möglichkeit, selbst an einem Executive Roundtable teilzunehmen und dort die Perspektive der Patient:innen einzubringen.
Denn wenn wir über Arzneimittelpreise, Biosimilars, Innovation, Versorgungssicherheit oder Wettbewerbsfähigkeit sprechen, dürfen wir eines nicht vergessen:
Am Ende geht es um Menschen.
Patient:innen dürfen deshalb nicht erst am Ende einer gesundheitspolitischen Entscheidung gefragt werden. Ihre Erfahrungen und Bedürfnisse müssen von Beginn an Teil der Diskussion sein.
👉 Patient involvement must not only be accepted – it must be wanted, valued and lived.
Oder noch deutlicher: Patientenbeteiligung muss „geliebt“ werden. ❤️
Sie darf keine Pflichtübung und kein Häkchen auf einer Stakeholder-Liste sein. Wir brauchen eine Kultur, in der es selbstverständlich ist, Patient:innen an den Tisch zu holen – bei Forschung, Innovation, Versorgung, Erstattung und gesundheitspolitischen Entscheidungen.
Ein herzliches Dankeschön an Sandoz, die mir die Teilnahme an diesen Tagen in Alpbach ermöglicht haben und damit auch Raum für die Patient:innenperspektive geschaffen haben.
Ich nehme viele Gespräche, neue Perspektiven und vor allem eine Überzeugung aus Alpbach mit:
Europa gewinnt nicht dadurch, dass alle dieselbe Sprache perfekt sprechen. Europa gewinnt, wenn wir miteinander sprechen – und wenn alle relevanten Stimmen tatsächlich gehört werden. 🇪🇺



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