Cu ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung = CED (englisch: IBD)
Typisch für die Cu ist der Krankheitsbeginn mit blutigen Stühlen, Durchfällen, Schmerzen beim Stuhlgang und Dickdarmkrämpfe mit oder ohne Stuhlentleerung (Tenesmen). Je nach Ausdehnung und Schweregrad der Entzündung kann es zu Bauchschmerzen, Leistungsabfall, Müdigkeit durch den Blutverlust, Gewichtsverlust, allgemeinem Krankheitsgefühl und Appetitlosigkeit kommen.
Die Entzündung beginnt immer beim After und kann sich auf den gesamten Dickdarm ausdehnen. Die Frage, warum viele Patienten einen Befall ausschließlich des letzten Dickdarmabschnittes, andere einen linksseitigen Befall (absteigender Dickdarm) und wenige eine totale Colitis haben, kann derzeit nicht beantwortet werden.

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Cu ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung = CED (englisch: IBD)
bei Cu ist nur "Pseudoheilung" möglich (bei Dickdarmentfernung), sonst nicht auf Dauer heilbar
die Ursachen von Cu sind nicht exakt bekannt
eine genetische Bereitschaft dürfte eine Rolle spielen, ist aber nicht alleiniger Krankheitsauslöser
nicht ansteckend
Männer und Frauen gleich häufig betroffen
in jedem Alter möglich, aber zwischen 20. und 30. Lebensjahr statistischer Erkrankungsgipfel
exakte Zahl der MC-Betroffenen in Österreich unbekannt, 34.000 bis 40.000 in Österreich
schubweiser Verlauf (Wechsel von Beschwerdefreiheit und Beschwerden in nicht vorauszusagenden Intervallen) od. chronisch aktiver Verlauf (ständig Beschwerden). Man unterscheidet zwischen leichtem, mittelschwerem und akutem Schub je nach Intensität der Erkrankung (Laborwerte und Symptomatik entscheiden).
Befallshäufigkeit laut Statistik: Cu befällt den Dickdarm - Proktitis (Ende des Darmes): 30-50%, Partielle Colitis (Teile des Darms): 30-50% , Totale Colitis = Pancolitis (Gesamter Dickdarm): 15-20% der Cu-Patienten |
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Cu ist keine Immunschwäche wie AIDS, sondern im Gegenteil. Durch eine Fehlsteuerung der Immunantwort des Körpers kommt es zu einer überschießenden Reaktion und Aktivierung entzündungsfördernder Botenstoffe (Zytokine). Außerdem scheint jeder Mensch sein individuelles krankheitsauslösendes Antigenmuster zu besitzen, welches zur Entzündungskaskade führt.
Leider zeigt die Colitis ulcerosa eine hohe Neigung zu Rezidiven. Trotzdem haben die Patienten bei optimaler Therapie eine normale Lebenserwartung.
Die Colitis ulcerosa stellt also eine Erkrankung dar, welche bis heute nicht heilbar ist und häufig mit erheblichen Beschwerden einhergeht. Glücklicherweise gibt es zahlreiche wirksame Medikamente.
Typisch für diese Erkrankung ist aber auch, dass die betroffenen Menschen teilweise lange Lebensphasen zeigen, in denen kaum Symptome bestehen und sie ein relativ normales Leben führen können. Es wird immer wieder darauf ankommen, auch in einem Schub nicht die Hoffnung sinken zu lassen, sondern darauf zu vertrauen, dass er vorbeigehen wird. Stationäre Rehamaßnahmen können bei Colitis ulcerosa hilfreich sein, sich nach dem Abklingen des akuten Schubs rasch zu erholen, um wieder in den Lebensalltag zurückzufinden.
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