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Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung


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CED - Fachwörter

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A


Abdomen  

Bauch


abdominal  

im Bauchraum, den Bauchraum betreffend


Abdominalraum  

Bauchraum


Abszess  

Abgekapselte Eiteransammlung


adaptieren  

anpassen


Adenom  

Polyp der Darmschleimhaut, gutartige Geschwulst kein Karzinom


Aktivität  

Die Zusammenfassung aller Beschwerden einer Grunderkrankung


Akuter Schub  

Phase deutlich hoher Krankheitsaktivität


Allel  

Eine der verschiedenen möglichen Formen eines Gens an einem bestimmten Genort auf einem Chromosom. Verschiedene Allele können bestimmte Eigenschaften wie die Blutgruppe oder Haarfarbe beeinflussen. Die Unterschiede können aber auch ohne Einfluss auf das Erscheinungsbild bleiben. Auch schadhaft veränderte Varianten, die zu Krankheiten führen können, werden Allele genannt.


Aminosäure  

Gut verdaulicher kleinster Einweißbaustein, kann vom Körper nicht selbst aufgebaut werden, muss durch Nahrung zugeführt werden


Analabszess  

Eiteransammlung im Bereich des Darmausgangs


Analfissur  

Veränderung im Bereich des Analkanales (geschwürige, längliche Risse in der Darmwand)


Analläsionen  

Risse im Analbereich


Analsphinkter  

Darmschließmuskel


Anämie  

Blutarmut, Verminderung des Blutfarbstoffs und der roten Blutkörperchen


Anamnese  

Auflistung bisheriger Erkrankungen und Beschwerden


Anastomose  

Durch operativen Eingriff neu geschaffene Verbindung


Angeborene Immunität  

Schnell reagierendes unspezifisches Erstabwehrsystem gegen krankmachende Erreger(—bei verschiedenen Lebewesen, zB. wirbelhältigen und wirbellosen Spezies, auch Pflanzen).


Anomalie  

krankhafte Abweichung, Missbildung


Anorektal  

Bereich des Afters und des Mastdarmes


Antikörper  

Körpereigene Schutzkörper (Eiweißkörper), die Krankheitserreger unschädlich machen


Anus  

Darmausgang


Anus praeter  

Künstlich angelegter Darmausgang (Stoma; siehe Mitgliedschaft unter "ilco")


AP  

Alkalische Phosphate, Enzym, dessen Höhe, Rückschlüsse auf bestimmte Erkrankungen ermöglicht


Aphthen  

Schleimhautentzündungen im Mund


Appendix  

Wurmfortsatz des Blinddarms im rechten Unterbauch


Appendizitis  

"Blinddarmentzündung" (genau: Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms)


Applizieren  

Verabreichen


Arthralgien  

Gelenksschmerzen im gesamten Skelettbereich


Arthritis  

Entzündung mit Anschwellung und Rötung der Gelenke


Ascorbinsäure  

Vitamin C


Astronautenkost  

Elementardiät = flüssige Nährstoffe aus chemischen Teilen, teilweise synthetisch hergestellt, die im oberen Dünndarm vollständig aufgenommen (resorbiert) werden


Autoimmunerkrankung  

Erkrankung des Immunsystems


B


Bakterien  

Kleinstlebewesen, Erreger von Krankheiten


Ballaststoffe  

Nahrungsbestandteil, der von den Verdauungssäften nicht abgebaut werden kann


Barium-Einlauf  

Kontrastmitteleinlauf


Base exzess, negativer  

Zu wenig Base, d.h. zu viel Säuren im Blut


Benigne  

gutartig, zB. Geschwülste, welche nicht aggressiv zerstörend wachsen.



Biopsat  

Gewebeprobe


Biopsie  

Entnahme von Gewebe


BKS oder BSG  

Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (Blutsenkung/Labordiagnose)


Blinddarm  

siehe Coecum *


Blutserum  

Nicht mehr gerinnbarer, flüssiger Teil des Bluts


BMI  

Bodymaßindex (= Quotient aus Körpergewicht in kg und dem Quadrat der Körperlänge in Meter = kg/m²


Bougieren  

Aufdehnen einer Verengung (siehe: Dilatation*)


Briden-Ileus  

Darmverschluss durch Verwachsungen im BauchraumC


C


Carcinogen  

krebserzeugend


CDAI  

Crohn's Disease Activity Index = Aktivitätsindex (Summe von Einzelbefunden zur Bestimmung der Aktivität von Morbus Crohn)


CED  

Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen = IBD (Inflammatory Bowel Disease)


Cholesterin  

Blutfettwert


Chromosom  

Eine der Gene-enthaltenen Strukturen im Kern einer Zelle. Verschiedene Arten der Organismen haben verschieden viele Chromosomen. Menschen haben 2x23 Chromosomenpaare, 44 Autosomen und zwei Geschlechtschromosomen. Jeder Elternteil trägt ein Chromosom zu jedem Chromosomenpaar bei.


Chronisch  

Lebenslang begleitend


Chymotrypsin  

Bauchspeicheldrüsenenzym zur Eiweißverdauung


Coecum  

Erster Abschnitt des Dickdarms (=Blinddarm)


Colektomie  

(totale oder teilweise) Dickdarmentfernung


Colo(no)skopie, Koloskopie  

Dickdarmspiegelung mit Endoskop


Colon  

Dickdarm


Colon ascendens  

Aufsteigender Dickdarm


Colon descendens  

Absteigender Dickdarm


Colon irritabile  

Reizdarm Syndrom (Nähere Info: Österreichische Patienteninitiative Reizdarm, A-1020 Wien, Vorgartenstr.145-157, St1/EG, Tel.+43-(0)1-212 04 90-14 Fax: DW 18, e-mail: OEPRD@wiener.hilfswerk.at )


Colon sigmoideum  

schleifenförmiges (Sigma) Ende des Dickdarms, das in den Mastdarm (Rektum) übergeht


Colon transversum  

Querlaufender Dickdarm


Coloskopie  

Dickdarmbespiegelung


Colostoma  

Künstlicher Dickdarmausgang (siehe Mitgliedschaft unter Doppelmitgliedschaft "ilco")


Computertomographie (CT)  

schichtweise, computergestützt aufgezeichnete Röntgenbilder von Körperorganen


CT  

schichtweise, computergestützt aufgezeichnete Röntgenbilder von Körperorganen


D


Darmlumen  

lichte Weite des Darminnenhohlraumes


Darmmotilität  

Bewegungsfähigkeit der Darmmuskulatur


Darmzotten  

Kleine Erhebungen der stark gefältelten Darmschleimhaut - dienen zur Aufsaugung der Nahrungsstoffe (siehe: Villi*)


Dehydra(ta)tion  

Körperaustrocknung durch hohen Wasserverlust (Fieber, Durchfall, Schwitzen)


Diagnose  

Feststellung einer Erkrankung


Diagnostik  

Alle auf die Erkennung einer Erkrankung gerichteten Maßnahmen


Diarrhöe  

Durchfall


Dickdarm  

(Intestinum crassum) besteht aus
a) Blinddarm(Coecum) mit dem Wurmfortsatz (Appendix),
b) Grimmdarm (Colon—ascendens, transversum, descendens, sigmoideum) PS.: Mastdarm=Rectum.



Differentialdiagnose  

Unterscheidung und Abgrenzung ähnlicher Erkrankungen


Digital  

Untersuchung mittels Finger


Dilatation  

Aufdehnung, Erweiterung (krankhaft oder therapeutisch veranlasst)


Distal  

Weiter entfernt von der Körpermitte


Distension/distendieren  

Überdehnung, Vergrößerung/überdehnen


Divertikel/Divertikulitis  

Ausstülpung der Darmwand/ deren Entzündung


Divertikulose  

Divertikelkrankheit


DNA  

Desoxyribonukleinsäure, Trägerstoff der genetischen Anweisungen für die Herstellung der lebenden Organismen.


Dorsal  

Zum Rücken hin gelegen


Dragee  

Tablette mit hartem Überzug


Duodenum  

Zwölffingerdarm


Dysplasie  

Verändertes Zellwachstum


E


Elektrolyte  

In den Körperflüssigkeiten gelöste Mineralstoffe (z.B. Bicarbonat, Chlorid, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium) - sorgen für ausgeglichenes körperinneres Flüssigkeitsverhältnis


Elektrophorese  

Untersuchungsmethode zum Nachweis von Eiweiß im Blut und Harn


Endoskop  

schlauchartiges Untersuchungsgerät mit Kamera und medizinischer Eingriffsmöglichkeit


Endoskopie  

Möglichkeit, innere Organe mit Hilfe eines Glasfiberinstruments zu untersuchen, z.B. bei Darmspiegelung, Magenspiegelung


Enteral  

den Darm betreffend


enterale Ernährung  

Ernährung über den Darm (mittels Sonde)


Enterale Spülung  

Darmspülung


Enteritis  

Entzündung des Darms, meist des Dünndarms


Enteritis regionalis  

Älterer Ausdruck für Morbus Crohn


Enteroklysma  

Dünndarmeinlauf


Enzyme  

Körpereigene Eiweiße, die z.B. die Aufgabe haben, bestimmte Nährstoffe aufzuspalten und für den Organismus verfügbar zu machen


Epidemiologie  

beschäftigt sich mit Häufigkeit und Verteilung bzw. Ursachen und Risikofaktoren von Krankheiten in bestimmten Gruppen der Bevölkerung.


Epithel  

Gewebe in Form von ein- oder mehrlagigen Zellschichten


ERC  

(= Endoskopisch retrograde Cholangiographie): Röntgenkontrastdarstellung der Gallenblase und Gallenwege


Erythem  

Hautrötung (im Rahmen einer Entzündung oder als Reaktion auf innere oder äußere Reize)


Erythema nodosum  

Hautveränderung, die mit schmerzhafter, knötchenförmiger Rötung einhergeht


Erythrozyten  

Rote Blutkörperchen


Euthyreose  

normale Schilddrüsenfunktion


Exazerbation  

Verschlimmerung einer bekannten Krankheit


Extirpation  

Gewebeentfernung, z.B. bei einer Darmspiegelung


Extraintestinale Manifestation  

Begleitende Erkrankung außerhalb des Darmes


Exulzeration  

Geschwürbildung


Exzidieren  

Entfernen, herausschneiden


F


Febril  

Fieberhaft


Ferment  

organische Verbindung, die den Stoffwechsel fördert (= Enzym)


Fett  

Energiespeicher, aus Fettsäuren mit Glycerin bestehend


Fibrinkleber  

Im medizinischen Bereich benutzter Kleber


Fissur  

Schleimhauteinriss


Fistel  

Röhrenförmige Verbindung zwischen Organen


Fixation  

Befestigung


Flatulenz  

Abgeben von Darmgasen


Flexur  

Biegung, Krümmung


florid  

oder auch floride (lat.: florere = blühen) zur Kennzeichnung einer Erkrankung verwendet, die sich im Stadium der vollständigen Symptomausprägung befindet


Fruktose/Fructose  

Fruchtzucker


Fulminante Colitis ulcerosa  

Sehr schwerer Verlauf der Colitis ulcerosa


G


g-(symbol)GT  

(g-Glutamylpeptidase) Enzym, dessen Höhe Rückschlüsse auf bestimmte Erkrankungen ermöglicht (Labordiagnose)


Gastroenterologe  

Arzt für Erkrankungen des Verdauungstraktes


Gastrointestinaltrakt  

Magen-Darmkanal


Gastroskopie  

Endoskopisches* Verfahren zur Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm


Gekröse  

"Bänder und Falten", durch die Dünn- und Dickdarm in der Bauchhöhle an hinterer Bauchwand festgehalten werden


Gen  

Abschnitte aus DNA, die die Erbinformationen enthalten


genetischer Marker  

Ein DNA-Segment mit einer identifizierbaren Position auf einem Chromosom, dessen Vererbung verfolgt werden kann. Ein Marker kann ein Gen oder irgendein Abschnitt der DANN, auch ohne
bekannte Funktion, sein.
Weil DNA-Segmente die nahe beieinander auf einem Chromosom liegen, häufig gemeinsam vererbt werden, werden Marker zur Verfolgung der Vererbung eines Gens eingesetzt, dessen ungefähre Position bekannt ist, das aber noch nicht identifiziert ist


Genmutation  

Eine dauerhafte strukturelle Veränderung der DNA eines Gens. In den meisten Fällen hat die Veränderung (siehe Allel) keinen Effekt oder führt zu einem schadhaften Gen, das Krankheiten zur Folge
haben kann. Gelegentlich kann die Mutation zu einem evolutionären Vorteil gereichen, der die Überlebenschancen eines Organismus und seiner Nachkommen verbessert. Genom: Gesamtheit aller Gene eines Organismus. Ein Teil besteht aus „nicht-kodierenden“ Bereichen, von denen bisher angenommen wurde,
dass sie keine relevanten Informationen enthalten, was seit kurzem bezweifelt wir


Genotyp  

der individuelle Satz von Genen eines jeden Individuums. Kopplungsanalysen: dienen dazu, nahe beieinander liegende Gene auf verschiedenen Chromosomen, die auch gemeinsam vererbt werden (in mehr
als den von der Mendelschen Regel vorhergesagten 50 Prozent der Fälle) zu finden.
Aus der Häufigkeit der gemeinsamen Vererbung lässt sich auf den Abstand der Gene schließen. Die Häufigkeit wird durch Kreuzungsexperimente erschlossen. Sind Kreuzungsexperimente nicht möglich, etwa bei der Kartierung
von Krankheitsgenen beim Menschen, so kann man auch anhand der Untersuchung von Stammbäumen (Stammbaumanalyse) eine Kartierung vornehmen. Dazu sind jedoch mindestens drei Generationen nötig und sehr
viele Stammbäume


Gliazelle  

Stützzelle im Nervensystem. Auch in der Darmwand bedeutende Rolle spielend


Gluten  

in Getreide enthaltenes Klebereiweiß


Granulome  

Mikroskopisch nachgewiesene Zellanhäufungen im Darm


H


Hämatokrit  

Anteil der zellulären Bestandteile am Gesamtblut


Hämaturie  

Ausscheidung roter Blutkörperchen mit dem Urin


Hämoglobin  

Roter Blutfarbstoff


Hämokkulttest  

Nachweis von nicht sichtbarem Blut im Stuhl durch einen Teststreifen (siehe okkultes Blut*)


Hämorrhagie  

Blutung innerhalb des Körpers


Hämorrhoiden  

Im Bereich des Darmausgangs auftretende erweiterte Blutgefäße


Hemicranie  

halbseitiger (einseitiger) Kopfschmerz


Hernie  

Bruch im Gewebe, z.B. Bauchwand oder Narben


Histologie  

Untersuchung von feingeweblichen Proben


Hormone  

Körpereigene Wirkstoffe zur Steuerung von Körperfunktionen, z.B. Stoffwechsel


I


Ileitis terminalis  

Entzündung im untersten Dünndarmabschnitt


Ileoanale Anastomose  

Künstliche Verbindung des Dünndarms mit dem Analkanal (siehe Pouch)


Ileostoma  

künstlich gelegter Dünndarmausgang


Ileum  

Unterer Dünndarmabschnitt im rechten Mittel- und Unterbauch


Ileus  

Darmverschluss


Iliosakralgelenk  

Gelenk zwischen Kreuz- und Darmbein


Immunantwort  

Körperliche Reaktion auf körperfremde Stoffe


Immunsystem  

Körpereigenes Abwehrsystem gegen Fremdsubstanzen des Organismus, z.B. Krankheitserreger


Implantation  

Einpflanzung


Indikation  

Notwendigkeit einer bestimmten Behandlung


Infertilität  

Unfruchtbarkeit


Infiltrat/Infiltration  

Eindringen/Einbringen einer körpereigenen oder –fremden Substanz in normales Körpergewebe


Infusion  

Einbringen einer Flüssigkeit in den Organismus, meist durch eine Vene


Injektion  

Verabreichen eines Medikaments durch eine Hohlnadel in den Organismus


Inkontinenz  

Unkontrollierte Entleerung der Blase oder des Darms


inkubieren  

bebrüten von Zell-(oder auch Bakterienkulturen) in einem Brutschrank


Insuffizienz  

Funktionsstörung von Organen


Interferone  

Proteine, welche von Zellen erzeugt und abgegeben werden, wenn diese mit Viren in Kontakt kommen. Dadurch erhöhen sich die Möglichkeiten der Abwehr (zB.: Typ-I-Interferone, Typ-II-Interferone)


Intervention (med.)  

ärztliche Maßnahme, z.B. medikamentös oder operativ


intestinal  

den Darm betreffend


Intoleranz  

Unverträglichkeit (z.B. bestimmter Nahrungsmittel)


Intramuskulär  

In den Muskel


Intravenös  

In eine Körpervene


Intravenös/i.V.  

in eine Vene hinein oder in einer Vene gelegen


invasiv  

eingreifend, eindringend


Inzidenz  

Anzahl der Personen, die im Verlauf eines bestimmten Zeitraumes an einer bestimmten Krankheit erstmals erkranken, in Bezug gesetzt zur untersuchten Bevölkerungsgruppe


Iriitis  

Entzündung der Regenbogenhaut des Auges


Irreversibel  

Endgültig, nicht mehr veränderbar


Irrigation  

spezielle Art des Einlaufes


Irrigoskopie  

Dickdarmdarstellung mittels Röntgenaufnahmen nach Kontrastmitteleinlauf und Luftauffüllung


Ischämisch  

Durch örtliche Blutleere bedingt J Jejunum: Oberer Dünndarmabschnitt nach dem Zwölffingerdarm


J


JAM  

(Junction adhesion molecules), modulieren als Mitglieder der Immunglobulinsuperfamilie den Durchtritt (Migration) von Leukozyten in den Tight junctions (bestimmte interendotheliale Haft/Verbindungsorte zB. in Gefäßwänden)



K


Kapillaren  

Haargefässe, kleine und kleinste Blutgefäße


Karaya  

Aus Baumharz hergestelltes Mittel (z.B.zum Abdichten der Stomabeutel zum Körper)


Karzinom  

bösartige Zellveränderung, Krebsgeschwulst (nicht Adenom*)


Katalysierung biochemischer Vorgänge  

Veränderung der Reaktionsgeschwindigkeit einer (hier bio)chemischen Reaktion


Katheter  

Dünner Schlauch, z.B. Venen-, Blasen-, Herzkatheter


Klysma  

Klistier, Einlauf in den Enddarm


Knorpel  

Binde-/Stützgewebeart, aus Knorpelzellen(Chondrocyten) bestehend, welche in eine Grundsubstanz eingebettet sind (zB. Gelenkknorpel, Ohrmuschel, Bandscheiben)



Kocksche Tasche  

Nach Kock benanntes Verfahren zum Anlegen eines aus Dünndarm bestehenden Reservoirs


Kolektomie  

(totale oder teilweise) Entfernung des Dickdarms


Kolik  

Anfallsartig auftretender, krampfartiger Schmerz


Kolon  

Dickdarm (auch Colon*)


Koloskopie  

Dickdarmspiegelung (auch Coloskopie*)


Kolostoma  

Künstlicher Dickdarmausgang (siehe Mitgliedschaft) unter Doppelmitgliedschaft "ilco"


Konjunktivitis  

Entzündung der Augenbindehaut


Konkrement  

Verdichtung (z.B. Nieren- oder Gallenstein)


Kontinenz  

Fähigkeit, Stuhl bzw. Urin unwillkürlich bzw. willkürlich zu halten (nicht: Inkontinenz*)


Korrelation (von Befunden)  

in Bezug setzen, vergleichende Beurteilung


Kreatinin  

Stoffwechselprodukt


Kryochirurgie  

Operatives Verfahren durch Kälte


Kurativ  

Heilend


L


Laktase  

Enzym, das Milchzucker spaltet


Laktase, Lactase  

ein im Dünndarm vorkommendes Enzym, das Laktose in seine Bestandteile spaltet


Laktose  

Milchzucker


Laktoseintoleranz  

Unverträglichkeit von Milchzucker (auch : Milchunverträglichkeit*)


Läsion   

Defekt, Störung einer Organfunktion


Laxantien  

Abführmittel


Letalität  

Sterbewahrscheinlichkeit, Todesrate


Leukozyten  

Weiße Blutkörperchen


Lipase  

Enzym zur Fettverdauung


Lumen  

Lichte Weite (=Innendurchmesser) eines Hohlorgans (z.B.des Darms)


Lymphe  

Körperflüssigkeit, sehr wichtig für den Stoffaustausch im Gewebe


M


Malignität  

Bösartigkeit, zerstörendes Wachstum


Malignom  

Bösartige Geschwulst


Markerallel  

Ein Allel, das als (siehe dort) genetischer Marker benutzt wird


MCT-Fette  

Mittelkettige Triglyzeride, gut verwertbare Fette, die ohne Beteiligung der Galle resorbiert werden (Ceres-Fette)


Mesenterium  

Gekröse des Dünndarms


metabolisch  

den Stoffwechsel betreffend


Metastasen  

Tochtergeschwülste


Meteorismus  

Blähungen, Aufgeblähtheit im Magen/Darmkanal (Gasbildung)


Milchunverträglichkeit  

Durch das Fehlen von Laktase-Enzymen kann im Dünndarm Milchzucker nicht gespalten werden (= Laktoseintoleranz*)


Mineralstoffe  

Bestandteile der Nahrung (wichtige Mineralstoffe sind: Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen)


molar  

Stoffmengenkonzentration/Liter


Morbus  

Krankheit


Morbus Bechterew  

Chronisch entzündliche Wirbelsäulenerkrankung


Morbus Crohn  

Chronisch entzündliche Erkrankung des Verdauungstraktes


Morphologie  

Gestalt und Bau von Organismen


MR, MRT  

Magnetresonanztomographie


Mukosa  

Schleimhaut, Epithel der inneren Körperoberflächen (z.B. des Mundes, Magens, Darmes)


N


Nährstoffe  

Energielieferanten in der Nahrung (Eiweiß, Fette, Kohlehydrate)


Nekrose  

Lokaler Gewebetod, Folge einer Stoffwechselstörung


neoplastisch  

eine Tumorvorstufe betreffend


Nocardiose  

Infektionskrankheit durch Bakterien der Gattung Nocardia. Meist Abszessbildungen in vielen Organen


nutritiv  

ernährungsbezogen


O


Ödeme  

Ansammlung von Gewebswasser


Okkultes Blut  

Nicht sichtbares Blut (z.B. im Stuhl), vgl. Hämokkulttest*


OP-Präparate  

bei Operation entnommene Gewebeproben


Opsonine  

vorwiegend von Leberzellen gebildete lösliche Mustererkennungsmoleküle (Proteine), welche die Elimination von eingedrungenen Microorganismen fördern (zB.: CRP = C-reaktives Protein)


Oral  

Durch den Mund - gegessen, getrunken oder eingenommen


orale Darmkontrastierung  

über den Mund zugeführte chemische Substanz zwecks Röntgendarstellung des Darmes


Osmolarität  

molare Menge der gelösten osmotisch wirksamen Teilchen pro Liter Lösung


Osmose  

Flüssigkeitsverschiebung durch eine teildurchlässige Schicht, um den Konzentrationsunterschied gelöster Teilchen auszugleichen


Osmotische Diarrhöe  

Bestimmte Durchfallsart


Osteomalazie  

Knochenerweichung


Osteoporose  

Knochenentkalkung


Oxalatsteine  

Nierensteinart


P


Palliativ  

Schmerzmildernd, nicht heilend


Palpation  

Tastuntersuchung der Körperoberfläche oder zugänglicher Körperteile


Pancolitis  

Chronisch entzündliche Darmerkrankung im gesamten Dickdarm


Pankreas  

Bauchspeicheldrüse


Pankreatitis  

Bauspeicheldrüsenentzündung


Parameter  

Messwerte


Parenterale Ernährung  

Ernährung über die Blutbahn unter Ausschluss des Magen- Darmtraktes (vgl. Enterale Ernährung*)


Pathologe  

Facharzt, der z.B. entnommene Gewebeproben bewertet


Pathologisch  

Krankhaft, krankmachend


Penetranz  

prozentuale Wahrscheinlichkeit, mit der ein bestimmter Genotyp den zugehörigen Phänotyp ausbildet


Peptid  

kurze Aminosäureketten von bis zu 100 Aminosäuren. Peptide unterscheiden sich von Proteinen allein durch die Anzahl der verknüpften Aminosäuren, ihre Größe


Perforation  

Durchbruch, z.B. der Darmwand


Peristaltik  

Natürliche, unwillkürliche, wellenförmige Darmbewegung


Peritoneum  

Bauchfell


Peritonitis  

Bauchfellentzündung


Perkutan  

Durch die Haut hindurch


Phänotyp  

die körperlichen Merkmale, Form und Funktionsweise, eines Individuums. Der Phänotyp wird, anders als der Genotyp, nicht nur von vererbten, sondern auch von erworbenen Eigenschaften bestimmt. Phänokopie: durch äußere Faktoren entstandenes, nichterbliches Merkmal, dessen Erscheinungsbild einem durch genetische Veränderungen entstandenen gleicht


Placebo  

Scheinmedikament (Ugs: Zuckerpille)


Plasma  

hier: Blutplasma = nach Entfernung der Blutkörperchen zurückbleibende Blutflüssigkeit (bestehend aus Wasser, Proteinen, Salzen, Glucose, Harnstoff, etc.)


Polygenetische Erkrankungen  

Veränderungen an mehreren Genorten (und eventuell auch andere Faktoren) sind für die Krankheitsentstehung verantwortlich (im Gegensatz zu monogenetischen Erkrankungen)


Polyp  

Wucherung der Schleimhaut


Polyp (Darm-)  

gestielte, meist gutartige Schleimhautausbildung


Postoperativ  

Zustand nach einer Operation


Pouch  

Operativ im Bauchraum angelegte Tasche (Reservoir aus Dünndarmschlinge; siehe Kocksche* Tasche)


Präbiotika  

Nahrungsbestandteile, die eine selektive Vermehrung von bestimmten "günstigen" Darmbakterien fördern, z.B. Flohsamen


Prävalenz  

Tatsächlich Kranke/100.000 Personen/Jahr (z.B.)Primär Sklerosierende Cholangitis (PSC) Chronische entzündliche Verengung der Gallenwege


Proktitis  

Mastdarmentzündung


Proktokolektomie  

Entfernung des Dick- und Mastdarms


Proktoskopie  

Spiegelung des Mastdarms


Prolaps  

Vorfall (z.B. des Darmes)


Protein  

Grundbaustein der Zellen, einfachste Eiweißstoffe


proteinogene Aminosäuren  

eine Reihe von Aminosäuren, die „proteinaufbauend“ sind, also die Bausteine der Proteine bilden


Proximal  

In der Nähe von.... (Gegenteil von distal*)


Pseudopolyp  

Vorstülpung der Darmschleimhaut in das Innere des Darms


Psychosomatik  

Lehre von der Beziehung zwischen der Seele (Psyche) und dem Körper (Soma)


Q


Quartana  

eine bestimmte Form der Malaria (Malaria quartana), Erreger= Plasmodium malariae. Fieberschübe jeden vierten Tag (durch Zerfall von infizierten roten Blutkörperchen)


R


Radiologe  

Facharzt für Strahlenkunde


Rantes  

(regulated on activationt normal T-ceIl ex-pressed and secreted), Polypeptid, auch CCL5 genannt ( zwei Cysteine in Folge = ß-B—Chemokin = chemotaktisches Cytokin. L = Ligand). Eines der Moleküle im komplexen Mechanismus der chemotaktischen körpereigenen Abwehrsysteme. U. a. auch für Histaminreaktionen (Allergiesymptome) verantwortlich


Reflux  

Rückfluss


Rekonvalenszenz  

Zeit der gesundheitlichen Besserung, Genesung


Rektoskopie  

Mastdarmspiegelung


Rektum  

Letzter Darmabschnitt, Mastdarm


Remission  

schubfreies Intervall bei chronischen Erkrankung (ohne Krankheitsaktivität)


Resektion  

Entfernung eines Körperteils oder Organs/Teils eines Organs


Reservoir  

(= Tasche) siehe Pouch* und Kocksche* Tasche


Resistenz  

Widerstandsfähigkeit, z.B. gegen Krankheitserreger


Resorbieren  

Durch den Körper aufnehmen


Resorption  

Aufnahme von Wasser und gelösten Stoffen durch die Zellen, z.B. Darmresorption


Rezidiv  

Akute Verschlimmerung der Erkrankung, Krankheitsschub, Rückfall


Rhagaden  

Risse in der Schleimhaut und Haut, Fissuren*


S


Sakroiliitis  

Entzündliche Veränderung der unteren Wirbelsäule (Kreuz-/Darmbein)


Schillingtest  

Untersuchung zur Feststellung der Aufnahmefähigkeit von Vitamin B12


Schub  

Akute Phase einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Siehe Remission*)


Sellink  

Kontrastmittelröntgenuntersuchung


SGOT/SGPT  

(= Serum-Glutamat-Oxalacetat-Transaminase bzw. Serum- Glutamat-Pyruvat- Transaminase), Enzyme, deren Höhe Rückschlüsse auf bestimmte Erkrankungen ermöglichen (Labordiagnose)


Sigma  

Krummdarm


Signalproteine  

dienen dem Signaltransfer im Körper (z.B. Zytokine, Ionenkanäle, siehe Proteine) und spielen bei bestimmten Erkrankungen wie Tumorerkrankungen oder Arteriosklerose eine Rolle


Sonde  

Dünner, beweglicher Schlauch, z.B. bei der enteralen Ernährung


Sphinkter  

Schließmuskel


Stammzelle  

Zelle, die nicht endgültig differenziert ist, sich unbegrenzt in Tochterzellen teilen kann und welche entweder Stammzelle bleiben oder sich unwiderruflich spezifisch ausdifferenzieren kann. Der Sinn liegt im Ersatz von differenzierten Zellen, die sich nicht selbst teilen können (zB.: Darmstammzellen für das Darmepithel, haematologische Stammzellen für das Blut, etc.)



statistische Power  

statistische Aussagekraft


Stenose  

Durch einen entzündlichen Vorgang verengte Stelle (siehe Strikturoplastik*)


Stoffmengenkonzentration  

Quotient aus Stoffmenge eines gelösten Stoffes und Volumen (mol/l)


Stoma  

Künstlich geschaffene Öffnung eines Hohlorgans zur Körperoberfläche (z.B. Anus praeter*), siehe: Mitgliedschaft unter Doppelmitgliedschaft "ilco"


Strikturoplastik  

Verfahren zur Beseitigung einer Darmenge (siehe: Stenose*)


Strukturproteine  

Proteine, die als Grundgerüst in Gewebe oder Zellen dienen und deren Struktur aufrechterhalten oder verändern: z.B. das Keratin (Haare, Nägel, Hufe, Hörner), das Kollagen des Bindegewebes oder das Myosin (Muskelkontraktion), (siehe auch „Proteine“)


Subileus  

Zustand vor vollständigem Darmverschluss


Submukös  

Unter der Schleimhaut


substituieren  

ersetzen


supplementieren  

ergänzen


Suppositorium  

Zäpfchen


Suppression  

Hemmung, Unterdrückung


Symptom  

Krankheitszeichen


T


Tenesmen  

Darmkrämpfe


Terminales Ileum  

Unterster Dünndarmabschnitt


Tetanus  

Wundstarrkrampf. Krankheit, welche vom Gift des Tetanusbacillus (Toxin von Clostridium tetani) hervorgerufen wird


Therapie  

Behandlung


Thrombose  

Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Blutgefäß


Thrombozyten  

Notwendige Blutplättchen zur Blutgerinnung


Toxin  

(von Bakterien gebildeter) Giftstoff


Toxisches Megacolon  

Krankhafte Ausweitung des Dickdarms, er verliert seine Eigenbewegung und Funktion


Transferrin  

Notwendiger Eiweißstoff für den Transport von Eisen im Blut


Trigger  

Auslöser


Trypsin  

Enzym zur Verdauung von Eiweiß


Tumor  

Geschwulst


U


Ulcus molle  

(weicher Schanker), Geschwürskrankheit. Erreger = Haemophilus ducreyi, ein Stäbchenbakterium


Umweltexposition  

Kontakt mit der Umwelt


Ureter  

Harnleiter


Urethra  

Harnröhre


Uveitis  

Entzündung der Aderhaut des Auges


V


Villi  

Darmzotten*


Viren  

Kleinstorganismen


Vitamine  

Lebensnotwendige Wirkstoffe, die für einwandfreien Stoffwechselablauf sorgen


Von Hippel-Lindau Syndrom  

unkontrolliertes Wachstum von Blutgefäßzellen infolge eines genetischen Defektes (hypoxieinduzierender Faktor wird nicht abgebaut); zB.: Haemangiombildung in der Netzhaut, im Kleinhirn etc.)



W


Wachstumsfaktoren  

körpereigene Eiweißstoffe, die das Zellwachstum anregen (zB: vaskulärer Endothelwachstumsfaktor VEGF, Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor MCSF, etc.)



X


Xerose  

Austrocknung oberflächlicher Gewebe (zB: Auge, Haut, Schleimhäute)



Y


Y-Schlinge  

bei Roux-y-Anastomosen(operation) chirurgisch hergestellt. zB.: bei notwendiger Krebsentfernung - nach Resektion von Magen/oberen Dünndarmteilen wird die Verbindung zwischen Restmagen und Jejunum(Leerdarm) wieder hergestellt, auch mit Einmündung des ausgeschalteten Jejunumteiles


Z


Zellstoffwechsel  

die biochemisch dauernd und kontrolliert ablaufenden Auf- und Abbauvorgänge zum Erhalt der Funktion und Struktur einer Zelle oder Zellpopulation


Zökum  

Blinddarm (auch Coecum*)



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