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17. WIENER ARZT-PATIENTEN-TAGUNG

für chronisch entzündliche Darmerkrankungen
im Hörsaalzentrum des Allgemeinen Krankenhauses
Der Untertitel der heurigen Arzt-Patienten-Tagung zum Thema CED lautete: „Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – auf den neuesten Wissensstand gebracht“.

An die 130 Interessierte waren gekommen um das Bestmögliche aus den Vorträgen mitzunehmen. Der Stand der ÖMCCV wurde sowohl schon vor Beginn der Veranstaltung als auch in der relativ kurzen Pause gestürmt. Das Infomaterial das wir bezüglich der beiden Erkrankungen zu vergeben hatten war heiß begehrt und bald vergriffen. Unter den Besuchern waren auch wieder zahlreiche ÖMCCV Mitglieder und neu Diagnostizierte, die eher das Gespräch als die schriftliche Information suchen.
Univ. Prof. Dr. Harald Vogelsang
Univ.Prof.Dr. Gottfried Novacek Die Reihenfolge der Vortragenden wurde kurzfristig umgedreht, daher startete Herr Univ. Prof. Dr. Gottfried Novacek mit dem Thema „Komplikationen vermeiden / früh erkennen- wie?“.

Prof. Dr. Novacek erklärte kurz die möglichen Komplikationen bei Morbus Crohn (Fisteln, Abszesse, Stenosen) und bei Colitis ulcerosa (Dickdarmkrebs), sprach über die verschiedenen Untersuchungsmethoden (z.B. Enteroklysma, Computertomographie, Magnetresonanztomographie) und erklärte die Wirkungsweise der unterschiedlichen Medikamente. Unter anderem wies Prof. Dr. Novacek auch darauf hin, dass während einer Therapie mit Immunsuppressiva ein striktes Impfverbot mit Lebendimpfstoffen gilt.
Frau Dr. Kerstin Bashir sprach über das Thema„Neue Möglichkeiten mit Studientherapien bei CED“.

Als Einleitung erwähnte Frau Dr. Bashir, dass es weltweit ca. 5 Millionen Menschen gibt die an CED erkrankt sind, davon leben 2,2 Millionen in Europa. In Österreich wird ca. 2000 Mal jährlich neu die Diagnose CED gestellt. Ein genauer Bericht zu dem Vortrag von Frau Dr. Bashir erscheint in unserem nächsten Crohnicle. Wer bei einer Studie mitmachen möchte, kann sich von Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr unter 01/40400/6245 bei Dr. Bashir oder einer/einem ihrer Kolleginnen/Kollegen anmelden.
Dr. Kerstin Bashir
Kurz vor der Pause durfte ich die ÖMCCV vorstellen.

Bei der Gelegenheit erwähnte ich auch, dass wir auf der Suche nach Betroffenen sind, die ihr Wissen und ihre Freizeit als ehrenamtliche Mitarbeiter in der ÖMCCV Zentrale in Wien anderen Betroffenen zur Verfügung stellen würden. Sollten Sie über Computerkenntnisse und Organisationstalent verfügen und nach einer sinnvollen Tätigkeit in Ihrer Freizeit suchen, melden Sie sich bitte an einem Dienstag unter 01/333 06 33 bei mir oder meiner Kollegin Rosa Stocker.
Ingrid Freimbacher, Rosa Stocker - ÖMCCV
Univ. Prof. Dr. Harald Vogelsang Das Thema von Herrn Univ. Prof. Dr. Harald Vogelsang lautete: „Vorteile / Nachteile von Immunsuppressiva / Biologika bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen“.

Schon seit einiger Zeit gilt, dass – wird die CED in den ersten 2 Jahren nach Auftreten effektiv behandelt – gute Chancen gibt, mögliche Komplikationen zu vermeiden (50% weniger Fisteln, Stenosen, Operationen). Da Nebenwirkungen von Medikamenten natürlich immer ein Thema sind, erklärte Prof. Dr. Vogelsang, dass das Risiko, sich unter Azathioprin eine schwere Pankreatitis einzuhandeln bei 3% liegt, das Lymphomrisiko bei 0,04%, hingegen das Risiko nach dem Absetzen des Medikamentes einen Rückfall zu erleiden bei 15%. Seit einiger Zeit schon kann am Calprotectin – Wert (stammt direkt aus den Entzündungszellen) ablesen, ob die Gefahr eines Schubes droht (Wert über 300) oder ob die Prognose gut ist. Durch ein verbessertes Montoring soll in Zukunft die Therapie besser gesteuert werden können (Calprotectionmessung, Medikamentenspiegel, etc.).
Als letzte Referentin kam Frau Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser ans Rednerpult. Ihr Thema war die „Bauch-Hirn-Achse – Was gibt es Neues“.
 
Frau Prof. Moser erklärte, dass sich 95% unseres Serotonins im Magen-Darm Trakt befinden, nur 5% im Gehirn. Unsere Darmoberfläche misst 400 – 500 m², das bedeutet sie ist 100 Mal größer als die Hautoberfläche, im Darm finden wir 200 – 600 Millionen Nervenzellen und über 70% der Abwehrzellen des Immunsystems. Angsterkrankungen, Autismus, Depressionen, Multiple Sklerose, Fettsucht sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen können mit einer gestörten Darmflora zusammenhängen. Umgekehrt nimmt man Darmbewegungen oder Darmkrämpfe stärker wahr, wenn man schon eine Angststörung oder Depression hat. Ein hohes Stressempfinden kann eine CED-Erkrankung aktivieren. In einer Studie wurde bewiesen, dass mit Hypnose eine Remission pro Jahr um 78 Tage verlängert werden kann.
Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser
Ein informativer Abend der vor allem jenen Mut machen sollte, die die Diagnose CED erst vor kurzem erhalten haben. Dank des Engagements der Ärzte und der Unterstützung der Pharmaindustrie wurde diese Veranstaltung ermöglicht. Im Namen aller Betroffenen danken wir dafür.

Ingrid Freimbacher

Bilder (außer Univ. Prof. Dr. Gottfried Novacek) von DI Mag. Rainer Amler http://www.knallgelb.com/

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