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Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung


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Mein Leben mit Colitis ulcerosa im Pensionisten - Wohnheim

Mein Name ist Margarete Dittrich, ich bin Mitglied der ÖMCCV, weil ich an Colitis ulcerosa (Proktitis) leide und mit meinem Mitgliedsbeitrag die Arbeit der ÖMCCV unterstützen will. Ich denke nämlich, dass diese Selbsthilfevereinigung in ihrem schon über 25-jährigen Bestehen schon vielen betroffenen Darmerkrankten helfen konnte. Jahrelang habe ich auch selbst bei kleineren Aufgaben in der Vereinigung mitgearbeitet.

Inzwischen bin ich 74 Jahre alt und leide seit 25 Jahren an Colitis ulcerosa. Die letzte Koloskopie hat ergeben, dass die Colitis in Remission ist. Zur Zeit habe ich „nur“ eine leichte Proktitis, leide aber trotzdem ab und zu unter massiven Durchfällen. Wenn ich einkaufen gehe, muss ich immer darauf achten, dass auch Toiletten in der Nähe sind. Nicht überall darf man das WC benutzen (z.B. in Geschäften) - manche Leute glauben ja, man hätte einen
ansteckenden Darminfekt.
Vor 3 Jahren haben mein Mann und ich uns entschlossen, in ein Pensionisten-Wohnheim zu ziehen. Meine Erkrankung ist natürlich auch dort nach wie vor mein Begleiter.

Am Anfang war es nicht leicht für mich, ich hatte Heimweh und brauchte lange, um mich einzugewöhnen. Das starke Heimweh löste wieder einen schweren Schub aus. Mittlerweile bin ich aber froh, hier zu sein. Wir haben eine 2-Zimmer Wohnung mit einer kleinen Küche, Dusche und WC. Im Haus werden viele Aktivitäten veranstaltet: Basteln, Turnen, Singen, usw. Ein- bis zweimal pro Woche gibt es auch Konzerte verschiedenster Art (von Oper bis zur Volksmusik). Sogar Prominente sind schon aufgetreten (z.B. Heinz Zuber hat mir gut gefallen). Es wird uns nicht langweilig. In nur 5 Minuten sind wir auf der Mariahilfer Straße, da gehen wir oft und gerne bummeln. So kommen wir auch immer wieder unter jüngeres Publikum und bekommen das „wahre aktive hektische Leben“ auch noch mit
(das hält mich jung)!

Mit meiner Erkrankung komme ich im Heim auch sehr gut zurecht, die anderen Mitbewohner können allerdings nicht sehr viel damit anfangen, die meisten von ihnen sind aber auch noch wesentlich älter und kämpfen mit sich selbst. Andere wiederum geben Ratschläge wie - „trink Cola und esse Soletti, dann geht der Durchfall vorbei“ – diese Dinge muss man dann besser überhören. Es gibt aber auf alle Fälle genügend Toiletten auf allen Wohnebenen, damit komme ich gut zurecht. 2x in der Woche kommt ein Arzt, den kann ich, falls es nötig wäre, aufsuchen, aber ich habe sowieso meinen Gastroenterologen, bei dem ich schon all die Jahre in Behandlung bin und bei dem ich mich gut aufgehoben fühle. Falls man einmal aus dem Krankenhaus kommt und noch sehr schwach ist, gibt es die Möglichkeit erst mal auf der Pflegestation zu verweilen. Dieses Angebot musste ich Gott sei Dank noch nicht in Anspruch nehmen, ich habe noch meinen Mann, der mir eine große Hilfe ist und immer für mich da ist.

2010 ist es mir gesundheitlich nicht so gut gegangen. Ich hatte wieder häufig Durchfall und wieder viele Untersuchungen. (Stenosen im Übergang Bauchspeicheldrüse zur Leber). Die Durchfälle kann man nie so richtig deuten, wahrscheinlich auch durch andere Medikamente ausgelöst, die ich nicht für den Darm einnehme. Zusätzlich leide ich nämlich auch noch am Restless Legs Syndrom, das sind die „unruhigen Beine“. Zum Schluss bekam ich noch einen Harnwegsinfekt mit Blutung und wurde mit Antibiotika behandelt. Jetzt geht es mir aber wieder besser. Man muss halt leben lernen mit der Krankheit. Meine Ernährung habe ich übrigens in den vielen Jahren nach und nach umgestellt. Ich esse keine Hülsenfrüchte mehr, kein fettes Fleisch - ich bevorzuge Kalbfleisch, Huhn und
Rindfleisch mit viel Gemüse und meide scharf gewürzte Speisen. Bei Süßigkeiten halte ich mich auch zurück, da ich außerdem auch noch Diabetes habe. Zusammen mit den Medikamenten trinke ich jeden Tag zwei Tassen Käsepappeltee, damit geht es mir besser.

Auch im Pensionistenheim geht es problemlos mit dieser „schonenden“ Art der Ernährung, ich dürfte sogar eine Diätassistentin hinzuziehen, falls ich mit bestimmten Nahrungsmitteln auf meinem Speiseplan nicht zurecht kommen würde. In ein paar Wochen habe ich eine Katarakt-OP (Grauer Star). Ich habe keine Angst, sollte es mir
schlecht gehen, habe ich ja meinen Internisten, der sich um mich kümmert.

Hiermit möchte ich auch gerne ein Dankeschön an all die Ärzte aussprechen, die sich sehr bemühen, uns zu helfen.

Margarete Dittrich

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