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„SCHNEEGESTÖBER – März 2012“

in RAMSAU am Dachstein
Gruppenfoto

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An einem Freitag um die Mittagszeit fanden sich nach einem Jahr Pause wieder zahlreiche Pouchtreffen-Teilnehmer im Hotel Annelies in Ramsau am Dachstein zum diesjährigen „Schneegestöber“ ein. Wenn auch die Temperaturen alles andere als „schneegestöberlich“ waren, fanden wir noch genügend „winterliches Weiß“ für unser geplantes Programm vor.

Die Sonne strahlte vom Himmel, sodass die die meisten von uns gleich den Nachmittag nutzten, um auf der Schipiste ein paar Schwünge in den Frühjahrsschnee zu setzen. Die restlichen der schon Angereisten - darunter als „Schneegestöber-Neulinge“ unsere treuen Pouchtreffen-Teilnehmer aus Bayern -nutzen inzwischen die Zeit zum Plaudern und den Austausch von Neuigkeiten.
Beim „Aprés-Ski“ stießen dann alle gemeinsam kräftig auf das Wiedersehen an.

Am Abend konnten wir noch uns bis dato unbekannte Gäste aus Salzburg begrüßen. Karl wollte mit seiner Frau das Schneegestöber nutzen, um sich über eine eventuell bevorstehende Pouch-Operation zu informieren.

Spontan wurde nach dem köstlichen Abendessen ein Sesselkreis gebildet, und alle gaben Ihre Erfahrungen und Informationen weiter, positive wie negative. Es ist wichtig, dass der Betroffene über alle Vor –und Nachteile einer Pouch-OP Bescheid weiß.
Schlittenfahrt in der Ramsau
Schlittenfahrt in der Ramsau Als die beiden schließlich beschlossen, am nächsten Tag die Pferdeschlittenfahrt auf die Halseralm mitzumachen war ich sicher, nicht zu viel Angst verbreitet zu haben. Wenn der Schein nicht trügt, waren sowohl die „alten“ als auch die „neuen“ Gäste von der Halseralm begeistert und bester Laune.

Das schon traditionelle Obstwasser - wie immer mitgebracht von Helga G. - das uns normalerweise während der Schlittenfahrt warm hält, wäre dieses Mal wegen der lauen Temperaturen zwar nicht notwendig gewesen, aber wir hätten es bestimmt vermisst. Apres-Ski
Rast beim Kaiserschmarrn Es ist nicht so, wie es für viele scheinen mag, dass es uns allen „sooooo“ blendend geht, nein leider!
An diesen Wochenenden in der Ramsau kam der eine oder andere schon mehrmals über seine Grenzen hinaus, aber keiner hat es jemals bereut. Ob nun beim Spaziergang (Wanderung) im Schnee, weil dieser länger oder anstrengender ausfiel als angenommen - oder bei den Anstrengungen auf der Schipiste, beim Langlaufen - oder nach einem „zu viel“ der kulinarischen Schmankerl der Halseralm - in diesen Stunden der Gemeinsamkeit werden die Erkrankung und Beschwerden zur Nebensache.
Da das Schi-Weltcup-Saisonende zufällig ebenfalls an diesem Wochenende in Schladming stattfand, nutzen die meisten von uns noch den Sonntag um sich bei den letzten Rennen unter die Menschenmenge (15.000 Zuschauer) zu wagen. Die große Herausforderung war: schaffen wir es ohne Klo, und wenn nicht, wo finden wir ein für uns brauchbares? Es scheint tatsächlich so, dass - wenn es darauf ankommt - es dann auch klappt, denn alles lief optimal. (Beim Nachtslalom mit 50.000 Zuschauern, würde ich es mir aber wahrscheinlich doch nochmal überlegen).
Marcel Hirscher fiel schon im 1.Durchgang aus und vergab damit die möglich gewesene Slalomkugel – aber er durfte sich trotzdem über die große Kugel, nämlich dem Gesamtweltcup freuen – was er auch tat!
Weltcupfinale in Schladming
Wir, Betroffene mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED), müssen in unserer neuen Lebenssituation auch oft Abstriche machen, ob mit oder ohne Pouch! Dieses „Schneegestöber Wochenende“ war aber sicher einer der vielen kleinen Momente und Möglichkeiten, sich so zu freuen wie beim Gewinn einer Weltcupkugel -was wir auch taten!

Rosa Stocker

Bilder zur Verfügung gestellt von Rosa Stocker.

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