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Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Knoflach
Was gibt es Neues bei Morbus Crohn (MC) und Colitis ulcerosa (Cu)

Unter diesem Motto stand das Treffen am 25. November 2011 im Gasthaus des FC Wels direkt im Stadion.

Walter Bruckner und Andreas Lindenbauer, beide vom Team der Selbsthilfegruppe OÖ, hatten Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Knoflach, Leiter der 1. Internen Abteilung des Klinikum Wels, eingeladen zu diesem Thema zu referieren.

Der Saal füllte sich zusehends mit den interessierten Betroffenen und auch vielen Angehörigen, obwohl für manche die Anreise an den ungewöhnlichen und doch eher versteckten Treffpunkt schwierig war. Die Freude für ein Wiedersehen mit vielen Bekannten war sehr groß, aus Salzburg konnten wir auch das Team Peter Enthammer/Joe Lechner begrüßen. Sie hatten es durch den dichten Nebel der Wild-wild-Westautobahn geschafft.

Nach einer Stärkung lauschten alle gespannt den Worten von Prof. Knoflach. 
Zuhörer
Dieser berichtete, wie immer bestens über alle Neuigkeiten informiert, zu dem vorgegebenen Thema.

Im Prinzip gibt es keine großartigen neuen Erkenntnisse über die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED), im Detail wurden aber doch einige Fortschritte in der Bewältigung der Erkrankung gemacht.

Über die Ursache und die Auslösefaktoren der Erkankung gibt es nach wie vor keine klare Antwort, tatsache ist jedoch, dass die Anzahl der Neubetroffenen steigt, in manchen Länder sogar sehr stark. Es sind auch Länder betroffen, von denen bis vor kurzem nichts über die Erkrankung bekannt war. Interessant ist auch, dass bereits in vorchtistlicher Zeit Erkrankungen beschrieben wurden, die genau der Colitis ulcerosa entsprechen.

Die großen Hoffnungen, die sich Anfangs aus der Genforschung ergaben, sind in eine Sackgasse gelaufen, es sind zuviele mögliche Gendefekte gefunden worden, so dass es zu keinen klaren und eindeutigen Aussagen kommen kann. Die genetik ist ein sehr komplexes Thema, von vielen Genen sidn die Funktionen nach wie vor unklar. Es zeigt sich wieder einmal: In der Wissenschaft löst jede Beantwortung einer Frage viele neue Fragen aus.

Ein interessantes Forschungsthema ist derzeit die Darmflora, die auch bis vor kurzem noch eine Black-box war.

Bei der Diagnose zeichnen sich durch moderne bildgebende Verfahren wesentliche Fortschritte ab, die ungeliebte Koloskopie ist aber immer noch ein wesentlicher Bestandteil der Diagnose und der Kontrolle des Krankheitsverlaufes.

Die medikamentöse Therapie hat inzwischen einen Standard erreicht, der vielen Betroffenen das Leben erleichtert. Die großen Hoffnungen, die in die Biologikals gesetzt wurden, haben sich inzwischen relativiert, helfen jedoch doch in manchen Fällen. Hier ist die Forschung nach wie vor an weiteren Medikamenten interessiert, diese haben jedoch derzeit alle keine Wirkungen bei CED obwohl sie bei anderen artverwandten Erkrankungen teilweise sehr erfolgreich eingesetzt werden. Es zeigt sich auch hier wieder, dass der Verdauungsapparat ein sehr komplexes Gebilde ist.
Eine große Herausforderung für die Ärzte ist die Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Da die Medikamente nicht an diesem Personenkreis erprobt werden können handelt es sich um eine starke Grauzone.

Bei allen Betroffenen ist es wichtig einen Arzt des Vertrauens als Begleiter bei der Erkrankung zu haben, der auf die sehr starken unterschiedlichen individuellen Bedürfnisse eingeht und auch über ein entsprechendes Fachwissen verfügt.

Nach dem Vortrag beantwortete Prof. Knoflach noch viele Fragen der Anwesenden. Für Einzelgespräche nahm er sich auch noch viel Zeit an diesem Abend.

Wir Betroffenen sind sehr froh, dass wir so nette und geduldige Ärzte haben!

Zum Abschluss des Abends gab es noch die mitgebrachten ersten Weihnachtskekserln und viele lange Gespräche.

Vielen Dank an Walter und Andreas für diesen gelungenen Abend.

Beim monatlichen Stammtisch in St. Valentin gibt es auch die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zu einem gemütliche Abend.

Franz

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Vortrag


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