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Flashmob gegen Morbus Crohn

Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben am Sonntag an die 30 Betroffenen von Morbus Crohn auf die chronisch-entzündlichen Darmerkrankung aufmerksam machen wollen. Auf dem Stephansplatz wickelten sie sich in Toilettenpapier.

30.000 bis 40.000 Betroffene in Österreich
Geschätzte 30.000 bis 40.000 Menschen in Österreich leiden an Morbus Crohn (MC), einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.

MC ist ein "Rising Star": Die Zahl der stationären Aufenthalte diesbezüglich sei in den vergangenen 20 Jahren um 270 Prozent gestiegen, erklärte Walter Reinisch von der Medizinischen Universität Wien. Trotzdem sei MC nach wie vor ein Tabuthema.

Punkt 17.00 Uhr haben sich deshalb die Aktivistinnen und Aktivisten auf dem Stephansplatz in Papier einwickeln lassen. Die Betroffenen wollten so mehr Verständnis für ihre Krankheit erreichen.

Krankheit bis dato noch nicht heilbar
"Man traut sich nicht mehr außer Haus, weil man Angst hat, dass etwas passieren könnte", beschrieb Evelyn Schauer, selbst betroffen, das Leben mit MC.

"Es ist eine Erkrankung, die unbehandelt progressiv voranschreitet, zu unwiederbringlichem Verlust von Darmgewebe führen kann und bis dato noch nicht heilbar ist", sagte Reinisch. MC sei weltweit im Steigen begriffen und manifestiere sich meist bei Menschen zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr. Im Jahr 2006 wurden hierzulande rund 7.000 MC-Patienten stationär behandelt.

Zum Flaschmob rief die Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV) im Internet auf. Nach wenigen Minuten war die Aktion dann wieder vorbei. Die Papierrollen haben die Aktivisten mitgenommen.

Quelle: wien.orf.at

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