1984 wurde die die ÖMCCV als Patientenvereinigung gegründet. Die Initiative hiezu entsprang gleichsam symbiontisch einem Arzt-/Patientenempfinden die damalige Istsituation zum Besseren zu ändern.
Die Landkarte Österreichs bot sich in jener Zeit aus differenten Gründen bezüglich des allgemeinen und besonderen Wissens über die CED, der breiten Umsetzung der vorhandenen Therapie, des Wissens der Erkrankten und ihres Umfeldes, ebenso der Kenntnis und Akzeptanz im Rahmen der Gesellschaft, als nahezu terra incognita, mit wenigen Ausnahmen, dar. State-ofthe-art-Versorgung gab es meist nur an den Universitätskliniken und an kaum bekannten, zufällig spezialisierten, Orten. Dies war nicht zuletzt auch ein Grund für die lange Zeit bis zur Diagnosestellung und optimalen Therapie, letztere oftmals nicht erfolgreich.
Unter zwar nicht widrigen, aber auch nicht günstigen, Bedingungen begannen wir damals als einige wenige Engagierte das „Haus“ der ÖMCCV zu bauen. Es gab viel Arbeit zu tun: Kontaktaufnahme mit Erkrankten, Informations- und Wissensvermittlung, Initiierung von Zweigstellen in den einzelnen Bundesländern, Länder übergreifende Tätigkeiten – schon in Hinblick auf die spätere Gründung einer europäischen Vereinigung (EFCCA), usw.. Parallel dazu den Aufbau und die Festigung einer gemeinnützigen, nicht gewinnorientierten Vereinigung. Als Episode aus jener Zeit sei hier beispielhaft erwähnt, dass anfänglich bei Informationsabenden durchaus die Angst der Gesunden (Bereitsteller von Hotel- und Gasthausextrazimmern) sich „bei denen mit Tb (?) anzustecken“ deutlich registrierbar gewesen ist, und anderes mehr. Ist heute skurril anmutend.
In all den Jahren wurde der Konnex zur Ärzteschaft und der Pharmaindustrie gedeihlich gepflegt, die Patienteninitiative ÖMCCV immer als mitarbeitender Partner an der Lösung des CED-Problems verstanden.
Heute, 25 Jahre nach Gründung, ist durch die Arbeit von Gastroenterologen in Forschung und Klinik (z.B. ECCO), durch bedeutende Fortschritte in der Pharmaforschung, und durch die unermüdliche Tätigkeit einiger weniger Betroffener für alle Patienten der Zugang zur optimalen Versorgung prinzipiell leichter möglich geworden.
Vieles bleibt aber noch zu tun. Dazu bedarf es nicht nur weiterhin des besonderen (ohnehin lobenswert vorhandenen) Engagements der Ärzteschaft und der Pharmaforschung, sondern auch eines (numerisch möglichst stärkeren) der Erkrankten, wo das Verhältnis von „Leistungserbringern“ zu „Leistungsempfängern“ optimiert sein sollte.
25 Jahre sind die Arbeit einer Generation. 25 Jahre sind ein Grund zu feiern. Möge die ÖMCCV noch weitere 25 Jahre nutzbringend tätig sein können!
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