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SALK 2020 – Masterplan
Konsequent in Richtung eines der modernsten Gesundheitszentren Europas

Dipl.Ing. Berndt Martetschläger (Projektleiter Masterplan)

Das LKH Salzburg ist das typische Beispiel eines Krankenhauses der Spitzenversorgung, das sich über viele Jahrzehnte – in unserem Fall sogar Jahrhunderte – an ein und demselben Standort entwickelt hat und heute das Produkt dieser ungezählten Zubau- und Umbaumaßnahmen darstellt. Gründungsjahr dieser Entwicklung war 1695, als der große Barockbaumeister Fischer von Erlach das „Männerspital“ zwischen Kirche und Müllegger Tor fertigstellte. Wenig später, 1704 wurde das „Weiberspital“ seiner Bestimmung übergeben, jener Bau, in welchem sich heute die Medizinische Universitätsklinik I befindet. Bis zum heutigen Tag wurden immer wieder kleinere und größere Baumaßnahmen umgesetzt - zuletzt als markante „landmark“ - die Chirurgie West an der Einfahrt Aiglhof.

Dass eine derartig gewachsene Struktur nicht unbedingt den Erfordernissen einer modernen Spitalsorganisation des 21. Jahrhunderts entspricht, leuchtet ein. In der Tat gibt es in der Zwischenzeit an 14 Stellen des Gebäudekomplexes Operationssäle, fast ebenso viele Intensivstationen und das Gleiche gilt für Labore, Ambulanzen und vieles mehr. Historisch gewachsen eben – im wahrsten Sinne des Wortes – und nicht von langer Hand geplant.

Genau dieses hat sich der SALK 2020 | Masterplan zum Ziel gesetzt. Nicht alles abreißen und neu bauen, aber auch nicht weitermachen mit einer Vorgangsweise, die immer nur die brennendsten Probleme löst ohne zu wissen, wohin die Reise gehen soll. Der Masterplan nimmt Bedacht auf die Werte, die in den vergangenen Jahren geschaffen wurden und zeichnet einen Weg vor, an dem sich künftig alle neuen Baumaßnahmen zu orientieren haben. Er hat daher nicht das Ziel, in 5 Jahren alles neu zu bauen – was ohnehin nicht finanzierbar wäre – sondern Vorgaben zu machen, dass Einzelmaßnahmen am Ende des Weges ein sinnvolles Ganzes ergeben – eben eines der modernsten Gesundheitszentren Europas.

Der Masterplan bezieht die beiden großen Krankenhäuser des Landes Salzburg ein, das Landeskrankenhaus Salzburg (LKH) und die Christian-Doppler-Klinik (CDK), beide mittlerweile auch Universitätskliniken der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU). Der Großteil der Baumaßnahmen konzentriert sich allerdings auf das LKH – unter anderem Ausdruck eines wesentlich besseren Erhaltungszustandes in der CDK. Eigentlich ist aber „bauen“ nicht der wesentlichste Aspekt unseres Plans. Vielmehr sind es viele organisatorische Entwicklungen, die sich die SALK mit diesem Konzept vorgenommen hat. Die moderne medizinische Forschung hat die Medizin immer stärker in Spezialfächer unterteilt. Moderne Spitalsorganisationen müssen wieder zueinander bringen, was die Entwicklung getrennt hat. Und so haben wir uns vorgenommen, medizinisch verwandte Fächer in sogenannten „Schwerpunkten“ zusammenzuführen. Im Übrigen eine Entwicklung, die in fast allen Ländern der entwickelten Welt derzeit Platz greift.

Der Masterplan könnte – im besten Falle und bei immer gesicherter Finanzierung – etwa in 15 Jahren umgesetzt sein. Wir haben zur besseren Übersichtlichkeit diese lange Zeitspanne in 5 Phasen gegliedert, deren wesentliche Inhalte in der Folge kurz dargestellt werden:

Bereits beschlossene Vorhaben

Dies ist die zeitlich erste Phase, die im Jahr 2008 mit dem Spatenstich zum Eltern-Baby- Zentrum (Perinat-Zentrum) bereits begonnen hat. Neben diesem Vorhaben zählen noch die 2. Etappe der Chirurgie West und das Kinderzentrum (KIZ) zu dieser Phase. Es handelt sich dabei um Projekte, die bereits vor Entwicklung des Masterplans vorgesehen waren und welche nunmehr – zum Teil auch nach gewissen Änderungen – vollständig in Übereinstimmung mit diesem Konzept stehen. Diese Phase wird etwa bis 2012 – 2013 dauern.

Vorbereitungsphase

Diese Phase hat mit den Planungen ebenfalls heuer bereits begonnen und wird etwa auch bis 2012 – 2013 dauern. Anders als zuvor sind die Maßnahmen dieser Phase bereits Ausfluss des Masterplans. Sie wurden deshalb zeitlich voran gestellt, weil sie dazu dienen, das vorgesehene Baufeld für die erste große Masterplan-Bautätigkeit im Nordwesten des LKH – entlang der Rudolf- Biebl-Straße und der Bahnlinie frei zu machen. Dazu bedarf es der Schaffung von Ersatzparkplätzen für das jetzige Parkdeck und der Errichtung eines Laborgebäudes, in welchem unter anderem die Laborinstitute, die Pathologie und die Blutbank unterkommen sollen. Danach steht ein großer Bauplatz im Nordwesten des Klinikareals für einen Neubau zur Verfügung, der zudem direkt neben der neuen S-Bahnstation Aiglhof sehr verkehrsgünstig liegt.

Phase I

Hauptprojekt in den Jahren 2013 – 2015 ist der sogenannte „Ambulanz-Kopf-Schwerpunkt (AKS)“ im bereits beschriebenen Nord-West-Eck des LKH-Areals. In der Phase I wird er ein Ambulanzzentrum und eine Tagesklinik sowie die Fächer Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie, Gefäßchirurgie und Radiologie enthalten Er dient damit der Verbesserung der ambulanten Versorgung sowie der Erneuerung der heute besonders problematisch ausgestatteten Kliniken.

Phase II

Die Phase II ist die zentrale Periode für die internistischen Kliniken. Zum einen soll ein Onkologischer Schwerpunkt entstehen, in welchem unter anderem die Innere Medizin III, die Gynäkologie, die Urologie, die Nuklearmedizin, die Psychosomatik und die Palliativmedizin unterkommen sollen. Zum anderen wird durch den Umzug der Inneren Med III und durch Sanierung und Aufstockung des Derma Gebäudes jener Platz geschaffen, dass die Innere Med I in den erweiterten Gebäudekomplex NIM – Derma – EB Haus einziehen kann und gemeinsam mit den bereits dort situierten Kliniken einen Schwerpunkt für internistische und Gefäßerkrankungen bildet. Der Zeitraum dafür ist aus heutiger Sicht 2016 – 2019.

Phase III

Gleichsam als Schlussstein des Masterplans sollen im Zeitraum 2020 – 2022 die Fächer Neurologie und Neurochirurgie aus der CDK in das nunmehr fertiggestellte AKS einziehen und zusätzlich auch noch die Fächer Augen und HNO den Kopf-Schwerpunkt komplettieren. Schließlich soll auf dem Areal der heutigen Frauenklinik ein Eltern-Kind-Schwerpunkt entstehen.
SALK 2020 - MAsterplan
Auch wenn auf den ersten Blick so manche ersehnte bauliche Veränderung noch in weiter Ferne liegt, wird es auf dem Weg entlang dieses Masterplankonzepts auch kurzfristig immer wieder gewisse Verbesserungen geben. So werden beispielsweise bereits bei Fertigstellung der Chirurgie West II in wenigen Jahren der Funktionsbereich Endoskopie und 10 Betten der Inneren Medizin I in das sogenannte Bauchzentrum in der CW II übersiedeln, was wiederum Platz schafft für wichtige Verbesserungen in der Inneren Med I am derzeitigen Standort.

Die SALK wird, wenn sie die finanzielle Unterstützung für die schrittweise Umsetzung des Masterplans vom Land Salzburg erhält, schon in Kürze fast jedes Jahr signifikante Verbesserungen für Patienten und Mitarbeiter im LKH in Betrieb nehmen können. Damit darf sie aber auch darauf hoffen, dass im Wissen um die Gesamtkonzeption des Masterplans Verständnis dafür entsteht, dass nicht alles, überall und sofort möglich ist.

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