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Fräulein Smillas Gespür für edle Pferde

Von Andreas Steindl 04.01.2009, 16:30

Aachen/ Würselen. «The time of my life» , der ewige Hit aus dem Film «Dirty Dancing» über die «schönste Zeit des Lebens», tönt aus den Boxen der Reithalle «Gut Heidchen». Zwei junge Damen in Reitbekleidung longieren in der eiskalten Halle ein Pferd. Eigentlich nichts Ungewöhnliches.

Wäre nicht die eine mehrfache Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin und die andere eine an Morbus Crohn, Rheuma und Kleinwüchsigkeit leidende 11-jährige Schülerin. Aber an einem Tag wie diesem ist das alles vergessen.
Pünktlich zu Weihnachten konnte Mutter Sabine Och ihrer Tochter Smilla die frohe Kunde überbringen: Nadine Capellmann hat sie am ersten Januarwochenende zu sich nach Hause eingeladen. Im dicht gefüllten Terminkalender fand die Botschafterin des Kölner Vereins «Wünschdirwas» zum ersten Mal Zeit, einen Herzenswunsch eines schwer kranken Kindes selber zu erfüllen.

«Ich möchte gerne helfen», erzählt Capellmann. Die Dressurreiterin macht einen sehr betroffenen Eindruck, als Sabine Och vom Leiden ihrer Tochter erzählt: «Alleine 2008 war sie drei Mal im Krankenhaus. Bauchschmerzen, Übelkeit und Tabletten gehören zu Smillas Alltag.»

Sieht man die Gymnasiastin dann aber bei den Pferden, strahlt sie genau wie viele andere Mädchen in ihrem Alter. Die Vierbeiner lenken sie von ihrem Schicksal ab.

«Wir wollen Lebensfreude spenden», erklärt Inge Leonhardt, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Vereins, die Vision von «Wünschdirwas».

Überraschenderweise zeigt sich Smilla als echter Profi in Sachen Pferde: Pferdebeine Einbandagieren, Longieren und Traben bereiten ihr keine Schwierigkeiten. «Je nach Gesundheitszustand darf meine Tochter ein- bis zweimal im Jahr Ferien auf dem Reiterhof machen», erklärt Mutter Sabine Smillas Gespür für Pferde. Und das macht sie seit etwa fünf Jahren.

Völlig furchtlos hat sie schon auf Pferden aller Größen gesessen. Und einige pferdesporttypische Siegerschleifen zieren bereits ihr Kinderzimmer: «Die habe ich auf den Abschlussturnieren vom Feriencamp gewonnen», erzählt die gute Schülerin strahlend, als sie ebensolche Schleifen auch in der Box von Nadine Capellmanns Erfolgspferd «Elvis» entdeckt.

Aber die Erfolgspferde «Elvis», «Raffaldo» oder «Lancelot» sind dann doch eine Nummer zu groß für Smilla. Auf «Gut Branderhof» wartet schon das Pony «Olli». «Ich weiß nicht, woher unsere Tochter diesen Mut hat, von uns Eltern jedenfalls nicht» wundert sich nicht nur Mutter Sabine über den energiegeladenen und furchtlosen Nachwuchs. Und da beginnen auch Nadine Capellmanns Augen zu leuchten: «In ihrem Alter wollte ich unbedingt einen Springreiter persönlich kennenlernen», entdeckt die Profireiterin Parallelen.

Nach drei Stunden trennen sich dann wieder die Wege der beiden Reiterinnen, die Zeit ihres Lebens die Liebe zu Pferden verbinden wird. Smilla muss ihre Schultasche packen, Nadine Capellmann ihre Reitsachen, um mit «Elvis» und «Raffaldo» am Wochenende in Münster um Siegerschleifen zu kämpfen. Im Sommer wird Smilla wieder in der Aachener Soers sein und ihrem Star beim CHIO zujubeln. Dann wird sie wieder für einen Moment ihr Schicksal vergessen können.

Quelle: Aachener Nachrichten online

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