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Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung


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Farben und Formen als Wege in die Gefühlswelt
Valentine 2005
"Ich kann nicht malen" gilt nicht. Zumindest nicht bei der Maltherapie. Im Beisein des Maltherapeuten kommt es nicht auf ausgefeilte Technik oder Originaltreue an. Vielmehr soll ein freier Zugang zu den eigenen Gefühlen gefunden werden.

Die Maltherapie ist eine Form der Psychotherapie, die Kreativität fördert, den Ausdruck von Gefühlen ermöglicht und die Wahrnehmung verbessert. Maltherapie reduziert die Dinge auf das Wesentliche. Sie hilft, unbewusste Probleme und Vorgänge zu fassen und sichtbar zu machen.

Hilfreich ist die Maltherapie im Grunde für jeden, der sich mit seiner Gefühlswelt auseinandersetzen und Problemen auf den Grund gehen möchte. Gute Erfolge erzielt die Maltherapie bei depressiven oder psychisch kranken Patienten, bei verhaltensauffälligen Kindern, Kindern mit Alpträumen oder bei schwer kranken Menschen mit MS, Aids oder Krebs. Maltherapie wird auch eingesetzt bei Menschen, die Probleme haben, sich zu öffnen, die sehr viel denken und dabei keine Lösungen finden und schwer Entscheidungen treffen können. Immer häufiger zum Einsatz kommt die Maltherapie auch bei der Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa; beispielsweise an der Psychosomatischen Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien. Angeboten werden maltherapeutische Verfahren in der Regel in Krankenhäusern, Rehab- oder Tageszentren, in privaten Praxen oder künstlerischen Werkstätten.

Bildhaftes Denken vor Sprache

Kinder denken lange bevor sie sprechen. Dieses Denken erfolgt in gefühlsnahen Bildern. Im Laufe ihrer Entwicklung verliert sich dieses bildhafte Denken zu Gunsten des sprachgebundenen Denkens. Darum meinen viele Erwachsene, sie könnten nicht malen, wenn sie aufgefordert werden, ihre Gefühle bildhaft darzustellen. Malen bedeutet jedoch nicht immer, das Gesehene realitätsnah abzubilden. Durch die Maltherapie soll ein Weg in die Gefühlswelt geschaffen und das Denken zumindest für kurze Zeit in den Hintergrund gestellt werden.

'Schön' und authentisch unterscheiden

"In der Maltherapie geht es nicht um Kunst, sondern um Erkenntnis", berichtet Dr. Swanhild Piringer, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapeutin, in einem Artikel der Ärzte Woche (16. Jg., Nr. 35, 2002).

Häufig malen Patienten zu Beginn der Therapie 'schöne' klischeehaft aufgesetzte Bilder, um nicht als 'krank' abgestempelt zu werden. Sichtlich bedrückte Menschen malen dann beispielsweise eine strahlende Sonne und lächelnde Menschen. Die Aufgabe des Therapeuten ist es in diesem Fall, die wahren Gefühle sichtbar zu machen. Allerdings immer auf eine Weise, die den Patienten nicht unter Druck setzt. Nachdem die ersten Schwierigkeiten überwunden sind, sind viele Patienten überrascht, zu welchem Ausdruck sie fähig sind und welchen Spaß ihnen das Malen macht, so Piringer. Sie sind auch überrascht darüber, wie viel sie über sich selbst erfahren können.

Maltherapie bei Alpträumen

Kinder mit häufigen Alpträumen profitieren sehr von der Maltherapie, berichtet Dr. Michael Schredl vom Schlaflabor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) Mannheim in einem Artikel der Ärztezeitung. Dabei malen die Kinder ihre Träume und werden dann aufgefordert, zu überlegen, was ihnen helfen könnte. Diese Gestalt oder dieses Ding wird dann ebenfalls in das Bild integriert. "Natürlich sollten erst aktuelle Alptraum-Auslöser wie stressige Familiensituationen ausgeräumt werden. Oft ist es aber so, dass der Auslöser gar nicht mehr vorhanden ist, aber die Angst sich im Traum stabilisiert", so Schredl.

Maltherapie in Österreich

Weitere Informationen, eine Therapeutenliste und Hinweise zu Kontaktpersonen in den Bundesländern finden Sie beim Wiener " Zentrum für Maltherapie. " http://www.maltherapie-zentrum.at/home.htm.

Quelle: MedUNIQUA

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