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02. Mai 2008

Mangelhafte Planung von Medikamentenstudien an Kindern

New York - Medikamente an jungen Menschen zu testen, ist mit besonderen ethischen und methodischen Problemen verbunden. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, so dass es nicht ausreicht, lediglich die Dosis dem Körpergewicht anzupassen. Unter Umständen verarbeitet ihr Körper die Medikamente anders. Umso wichtiger wäre es, in klinischen Studien von Arzneimitteln klare Kriterien festzulegen, an denen Wirkung und Nebenwirkungen der Präparate sowie ihre Auswirkungen auf das Leben der Patienten gemessen werden. Dies geschieht jedoch nur selten, wie eine englische Studie zeigt.

Die Wissenschaftler der Universität Liverpool nahmen insgesamt 25 Studien unter die Lupe, die Medikamente an Kindern unter 16 Jahren prüften, etwa gegen Asthma, Mukoviszidose oder Morbus Crohn. Gewöhnlich legen Forscher vor einer Studie fest, welche Kriterien bei der Untersuchung erfasst werden sollen. Zudem sollten diese Kategorien standardisiert sein, damit sich die Resultate verschiedener Untersuchungen später miteinander vergleichen lassen.

In den meisten der 25 Studien wurden die Kategorien jedoch einfach aus Untersuchungen an Erwachsenen abgeleitet, wie die Forscher in der Online-Zeitschrift «PLoS Medicine» berichten. Nur in drei Studien bezogen die Autoren die Eltern in die Auswahl der Kategorien mit ein. Die Kinder selbst wurden nie befragt. Gerade Eltern und Kinder müssten aber an der Festlegung der zu untersuchenden Kriterien beteiligt werden, fordern die Experten.

Quelle: net tribune


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