derStandard 09. April 2008 14:58
Maßgeschneiderte Morbus Crohn-Therapie ausgezeichnet
Wien - Der diesjährige Forschungsförderungspreis der Österreichischen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV) wurde an Sieglinde Angelberger vom Wiener AKH vergeben, die sich in ihrer Arbeiter einer "maßgeschneiderten Therapie" bei besonders schweren Verlaufsformen des Morbus Crohn widmete.
Die zahlreichen Therapieoptionen sind mit teils schweren Nebenwirkungen verbunden - individuelle Therapiekonzepte sind daher notwendig. "Im Einzelfall wissen wir zu wenig darüber, welchen Verlauf die Erkrankung beim Einzelnen einschlagen wird. Und so ist es die vordringliche Aufgabe, Prognosemarker zu entwickeln, um jene Personen herauszufiltern, die von einer aggressiven Therapie profitieren und damit zu vermeiden, dass überschießend Patienten behandelt werden, die mit einer moderaten Therapie das Auslangen finden", sagte Peter Weiss von der Abteilung für Innere Medizin und Psychosomatik im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien. Die ausgezeichnete Arbeit von Angelberger liefert einen praxisrelevanten Beitrag, um eine für die einzelne Patienten individuell maßgeschneiderte Therapie erstellen zu können bei einer besonders schweren Verlaufsform des Morbus Crohn. (APA)
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