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ÖMCCV-Forschungsförderungspreis 2008 an Dr. Sieglinde Angelberger
für die Arbeit
“NOD2/CARD 15 gene variants are linked to failure of antibiotic treatment in perianal fistulating Crohn´s disease”
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Wien, 9. April 2008 – Der heurige Forschungsförderungspreis auf dem Gebiet der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wurde am 9. April von der Betroffenenvereinigung ÖMCCV an Dr. Sieglinde Angelberger von der Med.Univ.Wien (AKH) für ihre Arbeit einer „maßgeschneiderten Therapie“ bei besonders schweren Verlaufsformen des Morbus Crohn vergeben.
Ca. 80.000 CED-Betroffene in Österreich
Von einer chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) - Morbus Crohn und Colitis ulcerosa - sind in Österreich rund 80.000 Menschen betroffen. Obwohl also diese Erkrankung in Österreich keine Seltenheit darstellt, ist der Informationsgrad ein sehr geringer: in einer Umfrage können nur 7 % die Begriffe Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa Darmerkrankungen zuordnen. Dementsprechend lange ist noch immer die Zeit, die vergeht zwischen dem Erstauftreten von Beschwerden und der endgültigen Diagnose: dies kann bei Morbus Crohn bis zu 8 Jahren dauern und bei der Colitis ulcerosa immerhin 2 Jahre!
Fortschritte in der Behandlung
Die letzten Jahre brachten wesentliche Fortschritte bei den Behandlungsmöglichkeiten der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nicht zuletzt durch die Zulassung neuer Medikamente wie der Biologika. Ebenso bahnbrechend waren die Erkenntnisse die Ätiologie betreffend, wo der genetische Anteil nunmehr klar evident ist. Da die zahlreichen Therapieoptionen auch mit teils schweren Nebenwirkungen verbunden sind, ist es aber notwendig, individuelle Therapiekonzepte mit dem Patienten zu entwickeln. „Im Einzelfall wissen wir zu wenig darüber“, so Prim. Dr. P.Weiss, KH der Barmherzigen Schwestern, Wien, „welchen Verlauf die Erkrankung beim Einzelnen einschlagen wird. Und so ist es die vordringliche Aufgabe, Prognosemarker zu entwickeln, um jene Personen herauszufiltern, die von einer aggressiven Therapie profitieren und damit zu vermeiden, dass überschießend PatientInnen behandelt werden, die mit einer moderaten Therapie das Auslangen finden.“
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Betroffenenvereinigung ÖMCCV vergibt Preis für Forschung
Die Österreichische Morbus Crohn/Colitis ulcerosa-Vereinigung (ÖMCCV) vergibt seit1990 einen Forschungsförderungspreis (FFP). „Dieser Preis soll dazu dienen, wissenschaftliche Arbeiten, welche das Thema chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED) zugrunde haben, zu initiieren, zu fördern und anzuerkennen“, erklärt Elisabeth Fiedler, ÖMCCV. Heuer wurde der FFP in der Höhe von € 3500.-- gemeinsam von der ÖMCCV, der Wr. Städtischen Versicherung AG Vienna Insurance Group und der Abbott Gesellschaft m.b.H. dotiert.
Sponsoren Wr. Städtische Versicherung AG und Abbott Gesellschaft mbH.
Mag. Hermann Fried, Leiter Personenversicherung der Wr. Städtischen Versicherung AG Vienna Insurance Group, definiert die Beweggründe für engagiertes Sponsoring für soziale Projekte: „Die bestmögliche medizinische Versorgung ist uns als einem der führenden, privaten österreichischen Gesundheits- und Pflegeversicherer ein wichtiges Anliegen.“
Und Mag. Ingo Raimon, General Manager, Abbott Österreich: „ Als weltweites Gesundheitsunternehmen, das aktiv Forschung betreibt, verstehen wir die Wichtigkeit von laufender Forschung und Innovation“ und weiter „ gemeinsam mit der ÖMCCV möchte Abbott durch diesen Forschungsförderungspreis mehr für betroffene Menschen erreichen.“
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ÖMCCV- Forschungsförderungspreis 2008
Die Arbeit „NOD2/CARD15 gene variants are linked to failure of antibiotic treatment in perianal fistulating Crohn´s disease“ von Dr. Sieglinde Angelberger erhält den heurigen ÖMCCV-Forschungsförderungspreis. Das Ergebnis dieser Arbeit liefert einen wichtigen, praxisrelevanten Beitrag, um eine für die einzelne PatientIn individuell maßgeschneiderte Therapie erstellen zu können bei einer besonders schweren Verlaufsform des Morbus Crohn, jener mit Fisteln im perianalen Bereich. Die Preisträgerin Dr. Sieglinde Angelberger erläutert: „Die rechtzeitige Erwägung therapeutischer Alternativen bei Patienten mit perianaler Fistulierung und gleichzeitigem Vorliegen von Mutationen im NOD2/CARD15 Gen könnte helfen, das Risiko für Nebenwirkungen unter einer antibiotischen Therapie zu minimieren.“
Christine Gmeinder
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| Die Statements und die Kurzzusammenfassung der prämierten Arbeit können Sie durch Klicken auf den Titel nachlesen: |
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