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Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung


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Margarete Dittrich
Mein langes Leben mit Colitis ulcerosa!

1976 wurde bei mir Colitis ulcerosa festgestellt.

Als Kind schon an starkem Asthma erkrankt, wurde ich mit vielen Spritzen und Tabletten versorgt, um diese Krankheit in Schach zu halten. Mit zunehmendem Alter nahmen die Asthmaanfälle aber langsam ab.

Ich gründete eine Familie, bekam 2 Kinder und auch zu arbeiten war mir möglich. In dieser Zeit begannen dann Bauchkrämpfe, die der Arzt als „spastische Peristaltik“ erkannte und ich wieder mit Tabletten überschüttet wurde; auch der Blinddarm wurde entfernt.

Nach einer Weile bekam ich Durchfälle mit Blutungen bis ich schließlich im Krankenhaus landete, wo nach sämtlichen Untersuchungen die Ärzte „Colitis ulcerosa“ diagnostizierten.

Danach ging es Jahre bergauf und -ab, mit auf einmal einsetzender 1-jähriger Remission (Stillstand). Genauso wie plötzlich Ruhe eingetreten war, überfiel mich wieder ein schwerer Colitis-Schub mit Symptomen fürchterlicher Schmerzen an den Beinen und harten Knoten unter der Haut, die sich im Krankenhaus als „Erythema nodosum“ herausstellten. Behandelt mit vielen Infusionen und mittels Astronautenkost ernährt, habe ich gut auf die Behandlung angesprochen und es kam der Tag, an dem ich endlich wieder nach Hause durfte. Am Gang zum Ausgang stürzte ich und zog mir eine Bänderzehrung zu, welches meinen Aufenthalt doch wieder für einige Tage verlängerte.

Nach diesen Eskapaden verließ ich aber das Spital fluchtartig! In all den folgenden Jahren war ich sehr viel im Krankenstand, ich probierte auch vieles in der Alternativmedizin (Akupunktur, Homöopathie) aus. Mit der Zeit konnte ich die Arbeit und meinen Haushalt fast nicht mehr bewältigen und es wurde mir nahe gelegt, um Pensionierung anzusuchen.

Die Colitis kam tatsächlich auch zur Ruhe, aber da mir dieses nicht gegönnt schien, traten auf einmal schwere Gallenkoliken auf und ich wurde laparoskopisch operiert.

Mein Freundeskreis verkleinerte sich in all den Jahren zunehmend, da die Menschen, die Erkrankung Colitis ulcerosa nicht verstehen oder verstehen wollen und ich nicht so mithalten konnte, wie meine Umgebung es erwartete.
Als ich schließlich von der Österreichischen Patienten-Vereinigung für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (ÖMCCV) erfuhr, erkundigte ich mich und trat gleich bei.

Nach und nach begann ich ein bisschen im Büro in Wien mitzuhelfen, wenn Not am Mann/Frau war. Noch heute arbeite ich bei Aussendungen mit – es gibt dort sehr viel zu tun. Wir verstehen uns alle sehr gut und ich bin froh dabei zu sein. Die Vereinigung ist eine gute Kombination aus Wissen/Erkenntnisse erlangen, von Betroffenen für Betroffene und Ärzten, welche alle sehr bemüht sind uns zu helfen.

Inzwischen bin ich 70, habe gelernt mit der Erkrankung umzugehen und meine Familie steht auch hinter mir.
Mir ist auch immer wichtig, alles gut und richtig zu erledigen und dieser „Perfektionismus“ trägt, glaube ich, auch zur Entstehung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen bei.

Urlaube, wandern und Theaterbesuche mache ich nicht mehr, dafür weniger aufwändige Unternehmungen, die mich trotzdem öfters zwingen, früher aus der U-Bahn oder Tram auszusteigen und wenn möglich ein Klo oder sonst halt Gebüsch aufzusuchen. Das nervt und trotzdem finde ich das Leben lebenswert.

Zur Zeit gehören auch Gelenksschmerzen zur Tagesordnung und so einige andere Wehwehchen, wie Kreuzschmerzen und Beinkrämpfe, die wohl nicht direkt in Verbindung mit der Darmerkrankung stehen - aber wahrscheinlich zum Alter (mich aber ohne Schmerzmittel nicht schlafen lassen).

Margarete Dittrich, Wien
Grete ist eines der Heinzelmännchen, die seit Jahren in unserem Wiener Büro hilft, wenn fleißige Hände gebraucht werden. Wenn wieder eine Aussendung zum kuvertieren ist, mit Grete ist immer zu rechnen. Zum Kaffee nimmt sie dann auch noch einen ihrer guten Kuchen mit, arbeiten darf auch Spass machen!

Dir liebe Grete vielen Dank, im Namen aller Betroffenen, sagt

Franz Schiener


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