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Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung


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Countdown läuft - ....3, 2, 1 ZÜNDUNG

Wenn sich Ihre Außenmauern anfühlen, als hätte sich in ihrem
Inneren vor kurzem eine Delta II-Rakete gezündet, brauchen
Sie nicht mehr bei der NASA anrufen, denn die Rakete ist
bereits gestartet!

Triebwerke einer Rakete brauchen flüssigen Wasser- und
Sauerstoff als Treibstoff, wenn die Tanks leer sind, werden sie
aufgetankt. Gibt es eine Fehlzündung, werden sie ausgetauscht. Mission erfüllt.

Wir können uns nicht ersetzen lassen, auch unser Treibstoff wird weniger. Selbst der Reservetank hält nicht ewig und geht dem Ende zu, wenn nicht nachgetankt wird!

Sollte das lange Ausschlafen am Wochenende nicht mehr gegen die ständige Müdigkeit nützen, Essen zur Pflicht werden, das ständige Gefühl der gähnenden Leere am Rest des Tages und ein Leiden an allgemeiner Lustlosigkeit verspürt werden, sind das alles sichere Zeichen dafür, dass die persönlichen Tanks leer sind. In diesem Fall hilft auch kein Kick-Starter mehr.

Burn-out", wörtlich übersetzt „ausgebrannt", ist ein Zustand der inneren Leere, der seelischen Verausgabung, ein Infarkt der Seele.

Das Burn-out-Syndrom lässt sich nicht auf eine einzige Ursache zurückführen. Ausschlaggebend sind besonders das Persönlichkeitsprofil des betroffenen Menschen sowie eine Vielzahl von Aufgaben.
Das Gefühl kommt nicht über Nacht!
Es schleicht sich auf leisen Sohlen an uns ran, meist über einen längeren Zeitraum hinweg. Es wartet geduldig und gibt uns vielleicht sogar noch Chancen, dem Ganzen zu entrinnen.

August 1999: New York - Highway - rush hour:
Obwohl die Klimaanlage eingeschaltet war, hatte ich plötzlich das Gefühl keine Luft zu bekommen. Ich öffnete das Autofenster - Luft - Luft - Luft - ohne Erfolg! Mein Körper bekam Hitze- und Kältewallungen zugleich, in meinem Bauch klopften tausende Schmetterlinge an, um herausgelassen zu werden, nur - leider - weit und breit kein Klo - nur Autos und Stau in Sicht.
Panik – Was ist los mit mir? Was kann ich tun? Mit kaltem Schweiß auf Stirn und Händen begann ich zu zählen - das lenkte ab. Ich zählte solange bis mein Herz und mein Puls wieder auf normalen Frequenzen liefen. - Meine erste Fehlzündung!
Es dauerte 6 Wochen bis es zur zweiten Fehlzündung kam und weitere 4 Wochen bis das Triebwerk ausbrannte.

Anfangs bestimmen Enthusiasmus und Ideenreichtum, hohe Erwartungen und Selbstbestätigung durch Leistung das Lebensbild.
Nach dem Abklingen der ersten Begeisterungswelle wächst die Erkenntnis, nicht alles so bewirken zu können, wie ich mir das vorgestellt hatte. Der persönliche Einsatz wird noch verstärkt und die eigenen Bedürfnisse, Partner, Familie, Freunde und Freizeit werden vernachlässigt und zurückgestellt. Ich "brenne" ja für meine Sache!

Die Liste der möglichen zusätzlichen Symptome ist lang:
Erschöpfung, Abgespanntheit, permanente Schwere, Kreislaufstörungen, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit, Atembeschwerden, gehäufte Infekte, Muskelverspannungen, Schlaf- oder Hormonstörungen.
Negative Gefühle sich selbst gegenüber. Probleme mit anderen ……...

Welche Maßnahmen helfen gegen das Burn-out-Syndrom?

• Hören Sie auf Ihren Körper!!!!
• Übergehen Sie Müdigkeit niemals!
(Ausreichend schlafen, gesund essen und vielleicht auch mal wieder
mehr Zeit für Bewegung nehmen.)
• Legen Sie Pausen ein! (Urlaub machen ohne erneuten Freizeitstress)
• "Nein"-Sagen lernen ohne Schuldgefühle!
• Arbeit und Aufgaben an andere Personen delegieren, auch wenn diese
"das nur halb so gut machen" wie man selbst.
• Niemand ist perfekt! (Nicht alles perfekt machen müssen, auch mit
Fehlern reicht öfter aus, als man denkt.)
• Seiner eigenen Person selbst Wertschätzung entgegenbringen, nicht nur
Anerkennung durch andere suchen!
• Gezielte Entspannungstechniken lernen (z.B.: Yoga, Autogenes Training...)
• Mit einem Arzt gezielt über dieses Problem sprechen, sich in fachliche
psychotherapeutische Behandlung trauen!

Niemand lebt alleine in einem Parallel-Universum!
Pflegen Sie soziale Kontakte.
Suchen Sie sich Vertraute und reden Sie über alles, was Sie bewegt.
Der nächste Punkt ist leichter gesagt als getan, aber versuchen Sie klare Abmachungen mit Mitmenschen in Ihrem Umfeld (Partner, Familie, Dienstgeber und Kollegen) auszuhandeln und einzuhalten, es verbessert Ihre Lebensqualität und die Arbeitsleistung.

Überlassen Sie das Zünden einer Rakete der NASA, um das Universum zu erforschen. Besser Sie zünden sich ein Duftkerzerl an und genießen dabei ein warmes Schaumbad.

Marietta Riemer (Bericht und Foto)

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