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Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung


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Von: Ing. Franz Schiener [mailto:franz.schiener@0emccv.at]
Gesendet: Dienstag, 8. August 2006 11:29
An: BMGF.Buergerservice

Betreff: Zentren für Behandlung von MC/Cu

Sehr geehrte Damen und Herren,

in einem Beitrag der Ärztekrone Nr. 14 vom 14.07.2006, Seite 18, haben wir den folgenden Beitrag gelesen:

„Gesundheitsministerium: Problem der Unterversorgung nicht bekannt“,
unterzeichnet von „Bundesministerium für Gesundheit und Frauen,
Kabinett der Bundesministerin“

In diesem Artikel wird auf eine flächendeckende Versorgung in Krankenanstalten mit mehr als 200 Fällen/Jahr bei der Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verwiesen. Uns erreichen immer wieder Anfragen von Patientinnen und Patienten, auch von Eltern betroffener Kinder, welche Krankenhäuser eine entsprechende Spezialabteilung/Spezialambulanz haben.

Wir ersuchen im Sinne der Aufklärung und Information der Patientinnen und Patienten um eine Liste der Krankenanstalten, die speziell für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Spezialabteilungen vorweisen. Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein ersuchen wir um einen Modus, wie Patientinnen und Patienten, die derzeit nicht ordentlich versorgt werden zu einer Krankenanstalt mit einer ordentlichen Versorgung finden können.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Schiener


Von: Ulrike.Schermann-Richter [mailto:Ulrike.Schermann-Richter@bmgf.gv.at]
Gesendet: Donnerstag, 10. August 2006 15:22
An: Ing. Franz Schiener

Betreff: AW: Zentren für Behandlung von MC/Cu

Sehr geehrter Herr Ing. Schiener!

Zunächst möchten wir darauf hinweisen, dass nicht der Bund sondern die Bundesländer für die Krankenhausversorgung in Österreich zuständig sind. Dem
Bund liegen daher über die Krankenhausversorgung nur jene Informationen vor, die diesem aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu liefern sind. Dazu zählen etwa die Diagnosen und medizinischen Leistungen in den Krankenhäusern, nicht jedoch Informationen z.B. über Spezialabteilungen und –ambulanzen für bestimmte Krankheiten. Wir können lediglich auf Basis der Kostenstellenstatistik der Krankenanstalten bzw. der Bezeichnungen einzelner Kostenstellen allenfalls Rückschlüsse auf Spezialeinrichtungen treffen. Im Wesentlichen sind wir aber – ebenso wir Sie – auf die öffentlich zugänglichen Informationen, etwa im Internet, angewiesen.Anhand der Diagnosendokumentation können wir jene Krankenhäuser herausfiltern, in welchen PatientInnen mit den angesprochenen Hauptdiagnosen behandelt werden. Beiliegend finden Sie eine Aufstellung der Krankenanstalten, in denen im Erhebungsjahr 2005 mehr als 50% aller in Österreich behandelten PatientInnen versorgt wurden bzw. die entsprechende Krankenhausaufenthalte (Fälle) gemeldet haben. Diese Häuser sind im weitesten Sinn sicherlich als „Zentren“ für diese Krankheiten zu bezeichnen. Allerdings konnten wir in der Kostenstellenstatistik keine Spezialabteilungen feststellen. Vielmehr wurden die PatientInnen durchwegs auf allgemeinen internen Abteilungen oder allgemeinchirurgischen Abteilungen gemeldet. Eine allfällige Unterversorgung bei MC und Cu wurde bislang gegenüber dem Ministerium weder von PatientInnen noch von anderen Seiten thematisiert. Daher kam vermutlich die von Ihnen zitierte Aussage in der Ärztekrone zustande.

Es tut mir leid, dass wir Ihnen keine weiteren Informationen zur Verfügung stellen können. Vielmehr würden wir uns unsererseits bei entsprechendem Informationsbedarf an die ÖMCCV wenden, davon ausgehend, dass Sie durch den direkten Kontakt und laufenden Erfahrungsaustausch mit den betroffenen PatientInnen mehr wissen als
Wir.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Schermann-Richter

Dr. Ulrike Schermann-Richter
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen Abteilung IV/A/3 -
Gesundheitsstrukturplanung und Dokumentation Radetzkystraße 2 A-1030
Wien


Sehr geehrte Frau Bundesminister,

mit dem Büro Ihrer Vorgängerin/Fr. Dr. Schermann-Richter (siehe oben stehendes Mail) hatten wir bereits Schriftkontakt bezüglich der Versorgungslage hinsichtlich der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. In dieser Mail erhielten wir die Antwort, dass bis dahin noch von keiner Seite die Unterversorgung bzgl. MC und Cu thematisiert wurde.

Sowohl wir als Patientenvereinigung als auch die damit befassten Gastroenterologen begannen vor 1 Jahr in einer Awareness-Kampagne unter anderem auch auf dieses Problem hinzuweisen - zuletzt in der Pressekonferenz vom 09.05.2007.

Neben der dramatischen Versorgungssituation (etwa 80.000 Betroffenen in Österreich stehen nur wenige gastroenterologische Spezialzentren gegenüber) bei steigenden Neuerkrankungszahlen (immer öfter auch Kinder und Jugendliche) steht auch das Problem der notwendigen, aber aufwändigen Kontrollkoloskopien (bis zu 40 Biopsie-Entnahmen je Koloskopie) bei langjähriger Krankheitsdauer zur Krebsfrüherkennung.

Diese und weitere Probleme im Zusammenhang mit den in der Gesellschaft tabuisierten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen würden wir gerne mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch erörtern und ersuchen dafür höflich um einen Gesprächstermin - wohl wissend um Ihren sicher sehr dicht besetzten Terminkalender.

Mit freundlichen Grüßen
Christine Gmeinder

Dieses Gespräch mit dem Büro der – derzeitigen – Ministerin fand statt, jetzt wird im Ministerium recherchiert und geprüft, wir warten auf eine Antwort.

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