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9.0 Gesundheitsökonomie und Volkswirtschaft

Das junge Alter bei Erkrankungsbeginn einer CED, der chronisch progressive unheilbare Verlauf und die daraus resultierende hohe Frequenz von ambulanten Spitalskontakten, die hohe Anzahl von Tagen im stationären Bereich, die hohe Frequenz von Operationen, sowie die Notwendigkeit einer oft lebenslangen, kontinuierliche medikamentöse Therapie, sowie Kuraufenthalte führen zu hohen direkten Kosten im Gesundheitssystem. CED bedeuten aber auch hohe indirekte Krankheitskosten durch Verlust an Arbeitstagen, vermehrten sozialen Beihilfsleistungen, Schul- und Studienabbruch, oder Arbeitsunfähigkeit.

Gesundheitsökonomische Daten zu CED sind aus Österreich nicht verfügbar. Internationale Studien legen aber nahe, dass die indirekten Kosten die direkten deutlich übertreffen. Für Deutschland wurden zuletzt durchschnittliche direkte Kosten für pro vier Wochen Erkrankung von 506.43 EUR und indirekten Kosten von 918.43 EUR publiziert (Ref. 11). Dies würde in Summe pro Patient pro Jahr Kosten von 17098.32 EUR bedeuten. Diese Zahl dürfte angesichts der Kosten einer Jahrestherapie von Remicade® in Höhe von ca. 15.000 EUR einer Unterschätzung der tatsächlichen Verhältnisse entsprechen. Ausgehend von einer Prävalenz von 80.000 Patienten würden CED in Umsetzung der Zahlen aus Deutschland Jahreskosten von 1.367.865.600 EUR in Österreich verursachen, und umgesetzt auf eine 40 jährige Erkrankungsdauer Gesamtkosten von 54.714.624.000 EUR bedingen. Durch adäquate Versorgung der Patienten ließen sich vor allem die indirekten Kosten deutlich senken.

Kostenstudien aus den USA ergaben aus der Perspektive des Gesundheitswesens direkte Kosten für Morbus Crohn in Höhe von ca. 10.000 EUR pro Jahr/Patient. Aus Perspektive der Versicherungen belaufen sich für die USA direkte Kosten in Höhe von 10.400 EUR, und aus Perspektive des Patienten in Höhe von 12.300 EUR pro Jahr/Patient. In Großbritannien verursacht Morbus Crohn durchschnittliche Gesamtkosten von rund 15.393.796 EUR pro Jahr (Ref. 12).

Letztere Studien weisen ebenfalls auf eine Unterschätzung der Zahlen aus Deutschland, und auf die notwendige Korrektur der Berechnungen der Gesamtkosten für Österreich auf ca. das Doppelte, also 109.429.248.000 EUR. 
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