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7.0 Intravenöse Therapie der CED

Als ein spezielles Problem der medikamentösen Versorgung von CED Patienten muss die Verfügbarkeit der Anti-TNF-Antikörpertherapie (Remicade®) exemplarisch genannt werden. Als ein wesentlicher Pfeiler in der heutigen Therapie von CED stellt die intravenöse Verabreichung von Remicade® nach heutigen Kenntnissen wahrscheinlich das wirksamste Prinzip in der Behandlung von CED Patienten dar. Remicade® ist seit 1999 für die Behandlung des Morbus Crohn und seit 2006 für die Behandlung der Colitis ulcerosa in Österreich zugelassen (Ref. 10). Trotz hoher Kosten der Therapie erscheint Remicade® durch Reduktion von Operationen, Krankenhausaufenthalten und Verbesserung der Arbeitskraft der Patienten kosteneffizient. Aufgrund der Kosten einer Jahrestherapie von ~ € 15.000 darf Remicade® im Spitalsbereich, und daher von den Spezialambulanzen, seitens der Spitalserhalter unter Hinweis auf § 46 KAG der eine Behandlung in einer Ordination vorsieht, wenn dies möglich ist, größtenteils nicht verabreicht werden. Die Therapie muss aber vom niedergelassenen Bereich übernommen werden. Diese Ärzte sind aber teilweise nicht spezialisiert oder überfordert oder weigern sich, diese Therapie zu verabreichen. Aufgrund dieser Konstellation und der Rochade der Patienten/innen zwischen Spezialisten im Krankenhaus und im niedergelassenen Bereich wird den Patienten aber eine wirksame Therapie vorenthalten. Zusätzlich ist zu beachten dass deren wichtige Arbeitskraft weiter der Volkswirtschaft verloren geht.
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