ÖMCCV HOME
Druckansicht Kleine Schriftart Mittlere Schriftart Grosse Schriftart   
Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung


Wir über uns
 
Krankheitsbilder CED
 
Termine
 
Tipps
 
Infos
Berichte von Veranstaltungen
News
Pharma-App „Darm AKTIV“ hilft Colitis-ulcerosa- und Morbus-Crohn-Patienten
Kohlenstoffdioxid statt Luft zur Aufblähung des Darms
Eventaward
Patienten rufen Befunde über Internet ab
Bewährt: Internet-System erspart viele Gänge ins Krankenhaus
Duft und Desinfektion: Weihrauch
Presseaussendung zum 1. Österreichischen CED-Forum, 27. Mai 2010, Wien
Tiroler folgt Ruf der Elite-Uni
Forschungsförderungspreis 2010
Fachbereichsarbeit über Morbus Crohn (MC)
Richtungsweisende Morbus Crohn Studie
Anastacia
Vorträge von Inflammatory Bowel Diseases 2010
Pressekonferenz "Chronisch krank" 26.11.2009
CED - Wissenschaftliche Leistungen der Wiener Gastroenterologie von 1982 bis 2009
Handout Mini Med Studium
Archiv
Forschungsberichte
Forschungsförderungspreis 2013
Recht und Rechtssprüche
Pressespiegel
Beirat
Ambulanzsuche
Arztsuche
 
Kontaktmöglichkeiten
 
Links
 
2.0 Epidemiologie der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Epidemiologische Daten zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) liegen für Österreich nicht vor. Extrapolationen aus anderen europäischen Ländern legen aber folgende Situation nahe: während für die Colitis ulcerosa in den letzten Jahren eine stabile Inzidenz beschrieben wurde (10-15 Neuerkrankungen/100.000), steigt die Inzidenz des Morbus Crohn deutlich an. War die Verteilung Colitis ulcerosa zu Morbus Crohn vor 15 Jahren noch 2:1, ist sie nach Angaben letzter Erhebungen aus Frankreich bereits ausgeglichen (Ref. 1, 2). Auf Österreich übertragen sollte die Inzidenz für CED somit zwischen 20 bis 25/100.000 betragen. Da Daten zur Prävalenz von CED aus Österreich ebenfalls nicht verfügbar sind, könnte basierend auf der Tatsache, dass Patienten mit CED vorzugsweise im jungen Erwachsenenalter, d.h. am Beginn der 3. Lebensdekade erkranken und bei nur geringfügig reduzierter Lebenserwartung ca. 40 Jahre an CED leiden, folgende Approximation berechnet werden:
Prävalenz = Inzidenz in Gesamtbevölkerung x Erkrankungsdauer = 1600 (2000) x 40 = 64.000 (80.000)

Diese Zahlen können auch aus der steigenden Anzahl der stationären Patienten mit Haupt- und Nebendiagnose CED in Österreich extrapoliert werden. Nach Angaben des ÖBIG hat in den letzten 10 Jahren die Anzahl der Patienten mit den Diagnosen CED in stationärer Betreuung um rund 50% zugenommen. Im Jahr 2005 mussten 8.722 Patienten stationär behandelt werden. Ausgehend von dem Erfahrungswert, dass rund 10% der Patienten mit CED im Laufe eines Jahres einer stationären Betreuung bedürfen, würden auch die Zahlen des ÖBIG auf eine Prävalenz von ca. 80.000 Patienten mit CED in Österreich schließen lassen. Dies entspräche ca. 1% der Bevölkerung, und wäre somit mit der rheumatoiden Arthritis vergleichbar. Bei weiterhin steigender Inzidenz für Morbus Crohn erscheint eine weitere Zunahme der Prävalenz in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich. Im Kontrast dazu werden CED von Ärzten und Gesundheitspolitikern fälschlich als seltene Erkrankungen gewertet.
Besonders bedenklich fällt dabei auch ein zunehmend jüngeres Manifestationsalter von CED auf. Aktuelle Studien aus Deutschland legen eine Inzidenz von CED im Kindesalter von 7.6/100.000 nahe. Im Vergleich dazu wird die Inzidenz der Epidermolysis bullosa („Schmetterlingskinder“) mit ca. 1/100.000 angegeben.
zu den Referenzen (Ref.)

zurück zur Startseite oder zum Inhaltsverzeichnis des Beitrages

zu Kapitel 1.0 / 2.0 / 3.04.05.06.07.08.09.010.011.012.013.014.015.0

<<   <   >   >>


English version    Impressum      Sitemap      Kontakt      Letzte Aktualisierung: 10.06.2007 durch Franz Schiener